Simone Rufli
Seit Montag läuft bei mir in der Küche «Home» von Remo Forrer. Das ist der Song, mitproduziert vom Zeiher Tobias Gilgen. Der hat kürzlich dafür eine Goldene Schallplatte entgegennehmen dürfen. Vielleicht haben Sie es gelesen, heute auf Seite ...
Simone Rufli
Seit Montag läuft bei mir in der Küche «Home» von Remo Forrer. Das ist der Song, mitproduziert vom Zeiher Tobias Gilgen. Der hat kürzlich dafür eine Goldene Schallplatte entgegennehmen dürfen. Vielleicht haben Sie es gelesen, heute auf Seite 2.
Nun gut, «Home» läuft nun also in einer Endlosschlaufe in unserer Küche, und zwar unmittelbar neben dem Käse.
Warum ich das mache, fragen Sie sich?
Ich bin mit der Verspätung von fast sieben Jahren auf eine Studie gestossen: Im Jahr 2019 haben Studierende der Hochschule der Künste Bern gezeigt, dass Musik den Reifeprozess und Geschmack von Käse beeinflusst. Nach sieben Monaten Dauerbeschallung hätten besonders Hip-Hop-Klänge zu einem würzigeren Geschmack des Käses geführt, so das Ergebnis damals. Es hiess, die Schallwellen förderten die Fermentation. Da Menschen und Tiere auf Musik reagieren, gingen die Studierenden davon aus, dass Schallwellen auch die Mikroorganismen im Käse beeinflussen können. Der beschallte Emmentaler jedenfalls wurde von einer Jury als geschmacklich intensiver wahrgenommen.
Allerdings gab es Unterschiede, und zwar je nach Musikrichtung, mit der beschallt wurde. «Stairway to Heaven» von Led Zeppelin zum Beispiel soll sich weniger fruchtig auf den Emmentaler ausgewirkt haben als Hip-Hop.
Ich bin gespannt, wie der Camembert am Sonntag nach sieben Tagen «Home»-Beschallung schmeckt. Vor allem bin ich gespannt darauf, wie sich der Gold-Status aufs Ergebnis auswirkt.