Simone Rufli
Wie habe ich die Eishockey-WM genossen. Die attraktiven Spiele der Schweizer, die grandiose Stimmung in der Halle – und die Abkühlung beim Blick aufs Eis. Stunden, in denen ich vergessen habe, dass draussen die Hitze lauert.
Wie schön hat es Mark Twain ...
Simone Rufli
Wie habe ich die Eishockey-WM genossen. Die attraktiven Spiele der Schweizer, die grandiose Stimmung in der Halle – und die Abkühlung beim Blick aufs Eis. Stunden, in denen ich vergessen habe, dass draussen die Hitze lauert.
Wie schön hat es Mark Twain einst formuliert: «Sommer ist die Zeit, in der es zu heiss ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.» Oder einiges früher Aristoteles, der bemerkt haben soll, dass Wärme nicht nur Früchte reifen lässt, sondern auch Menschen in Zeitlupe versetzt. Von Sokrates hätte ich etwas in der Art erwartet: «Ich weiss, dass ich nichts weiss – ausser, dass es mit 30 Grad zu heiss ist.»
Wäre Caesar bei diesen Temperaturen auf einem seiner Feldzüge ins kühlere Britannien im Fricktal vorbeikommen, ich glaube, er hätte geklagt: «veni, vidi, schwizi.»
Weil die Sommer seither noch wärmer geworden sind, hat sicher auch Galileo Galilei später aus Florenz seine bahnbrechende wissenschaftliche Meinung zur Hitze im städtischen Umfeld kundgetan; mit der lapidaren Feststellung: «Und sie erwärmt sich doch!»
Und erst Albert Einstein. Was der wohl gemurmelt hätte, wenn er schon zu Lebzeiten die Gelegenheit gehabt hätte, die Tür eines an der Sonne parkierten Autos seines Zeitgenossen Nikola Tesla zu öffnen: «Alles ist relativ, aber DAS mein Lieber, ist zu viel!»
Friedrich Nietzsche derweil hatte gut schmunzeln, als er im Sommer 1887 aus der Höhe von Sils-Maria nach Venedig schrieb: «Lieber Freund, was für ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr
Omelette als Mensch.»