Microlino-Treffen macht Abstecher nach Rheinfelden
Der Microlino ist ein Hingucker. Das Mini-Elektroauto verkauft sich zwar nicht besonders gut, hat aber eine treue Anhängerschaft. Am 30. Mai fahren über 40 dieser Elektroflitzer durch die Rheinfelder Altstadt.
Valentin ...
Microlino-Treffen macht Abstecher nach Rheinfelden
Der Microlino ist ein Hingucker. Das Mini-Elektroauto verkauft sich zwar nicht besonders gut, hat aber eine treue Anhängerschaft. Am 30. Mai fahren über 40 dieser Elektroflitzer durch die Rheinfelder Altstadt.
Valentin Zumsteg
Seit rund zweieinhalb Jahren besitzt die Familie Buser aus Rheinfelden einen Microlino. «Wir haben sehr viele positive Reaktionen erhalten. Staunen, ein Lächeln oder ein Daumen nach oben sehen wir ständig, wenn wir herumfahren», erzählt Roger Buser. Der Rheinfelder Dozent arbeitet an der Hochschule Luzern. «Weil ich auch E-Mobilität unterrichte, interessiert es mich natürlich, bei solchen speziellen Dingen praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich bin auch schon über die Autobahn nach Horw gefahren. Mit 80 Stundenkilometern ist das aber nicht jedermanns Sache», erklärt er. Seine Frau Martina nutzt das Fahrzeug hin und wieder für den Arbeitsweg nach Birsfelden.
In der Schweiz entwickelt
Entwickelt worden ist der Microlino von der Schweizer Firma Micro Mobility Systems. Dieses Unternehmen landete einen riesigen Erfolg mit seinen Micro-Scootern, die weltweit millionenfach abgesetzt werden konnten. Der Microlino, welcher der BMW Isetta nachempfunden ist und heute in Italien produziert wird, hat sich hingegen bislang nicht wie erhofft verkauft. Der kleine Elektroflitzer kann aber trotzdem auf eine eingeschworene Anhängerschaft zählen. Diese trifft sich jährlich zu einem Microlino-Treffen. Dieses Jahr wird es am Samstag, 30. Mai, in Münchenstein durchgeführt.
Mit dem Microlino in der Wüste
Geplant ist auch eine Ausfahrt nach Rheinfelden ins Feldschlösschen. Roger Buser hat nun organisiert, dass die rund 40 Microlinos, die bei dieser Ausfahrt dabei sind, durch die Rheinfelder Marktgasse fahren können und so für einiges Aufsehen sorgen werden. «Unser Gesuch für eine Durchfahrt ist von der Polizei bewilligt worden», freut sich Buser. Er rechnet damit, dass die Microlino-Parade am 30. Mai zwischen 15 Uhr und 15.30 Uhr durch die Altstadt führt. «Die Idee ist, dass wir uns zwischen 14.45 und 15 Uhr beim Schützen-Parking treffen, dann durch den Obertorturm runter zur Marktgasse fahren und anschliessend hoch Richtung Kurbrunnen», schildert Buser.
Er freut sich, die Fahrzeuge in Rheinfelden zeigen zu können. Das passe, schliesslich trage Rheinfelden das Energiestadt-Gold-Label. «Der Microlino braucht wenig Platz und wenig Energie, da er nur gut 600 Kilogramm wiegt. Er ist vor allem geeignet für kurze Strecken. Seine Reichweite pro Ladung liegt bei rund 150 Kilometern.» Bei den jährlichen Treffen der Microlino-Freunde gehe es um den Austausch und das Fachsimpeln. Roger Buser: «Im letzten Jahr waren zwei Microlino-Fahrer mit dem kleinen Elektro-Auto sogar in der Wüste.»