Balteschwiler baut 24 Stellen ab
22.05.2026 LaufenburgDamit verbunden ist eine Reduktion der Angebotspalette bis Ende 2027
Die Balteschwiler AG passt sich den veränderten Marktverhältnissen an. Anfang Mai wurde die strategische Neuausrichtung bekanntgegeben. Jetzt ist klar, welche Stellen über welchen Zeitraum vom Abbau betroffen ...
Damit verbunden ist eine Reduktion der Angebotspalette bis Ende 2027
Die Balteschwiler AG passt sich den veränderten Marktverhältnissen an. Anfang Mai wurde die strategische Neuausrichtung bekanntgegeben. Jetzt ist klar, welche Stellen über welchen Zeitraum vom Abbau betroffen sind.
«Mit der Fokussierung auf den Bereich Abbund geht ein geordneter Ausstieg aus den Bereichen Handel, Hobel und Hobelwaren-Beschichtung über die nächsten rund zwei Jahre einher. Von den Mitarbeitenden in diesen Bereichen werden 32 in die stark wachsende Abteilung Abbund wechseln können oder in Pension gehen. 24 Mitarbeitende werden aus der Balteschwiler AG bis Ende 2027 ausscheiden oder bei natürlicher Fluktuation nicht ersetzt werden», schreibt die Unternehmensleitung in einer Mitteilung an die Medien. Und weiter: «Die lange Vorlaufszeit verschafft vielen Mitarbeitenden genügend Zeit, um sich neu zu orientieren.» Das Amt für Wirtschaft und Arbeit sei frühzeitig involviert worden und die Mitarbeitenden am 5. Mai 2026 über die geplante Neuausrichtung und die Möglichkeit informiert worden, während der Konsultationsphase Anträge zur Vermeidung von Kündigungen oder Milderung der Kündigungsfolgen einzureichen. Die Anträge seien intensiv geprüft und basierend darauf eine Vielzahl von Massnahmen entwickelt worden.
«Die aktuelle Marktsituation in den Verdrängungsmärkten Handel, Hobel und Beschichtung, die geprägt sind von sinkenden Preisen und dünnen Margen und der gleichzeitig dringend anstehende Investitionsbedarf von über 20 Millionen Franken im Bereich Hobel, haben den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung bereits vor zwei Jahren veranlasst, die aktuelle Angebotspalette zu überprüfen. Nach eingehender Evaluation aller Optionen, die mittels Investitionsplänen, Machbarkeitsstudien und Rentabilitätsrechnungen validiert wurden, steht die Fokussierung auf den Wachstumsmarkt ‹Abbund und Ingenieurholzbau› fest», so die Geschäftsleitung.
Die Balteschwiler AG wird die nächsten drei Jahre einen erheblichen Ausbau des bereits bestehenden und erfolgreichen Abbund-Centers mit Investitionen von über 3 Millionen Franken am Standort Laufenburg vornehmen, was ein starkes Bekenntnis zum bestehenden Standort sei. Ebenso garantiere es Schweizer Know-how und Qualität sowie Sicherheit für den grössten Teil der Mitarbeitenden. CEO Markus Fuhrer: «Obschon wir von der Neuausrichtung überzeugt sind, ist die Entscheidung dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung alles andere als leichtgefallen. Bis zuletzt wurden Varianten geprüft, um die heutige Angebotspalette rentabel weiterführen und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten zu können. Die Resultate haben gezeigt, dass die Wirtschaftlichkeit für drei bisherige Bereiche unter den gegebenen Marktbedingungen nicht erreicht werden kann.»
Umfassendes Unterstützungspaket
Die soziale Rolle als Arbeitgeberin werde sehr ernst genommen, was sich im umfassenden Unterstützungs-Paket zeige, das weit über dem gesetzlichen Minimum beschlossen wurde, indem u. a. bei allen Betroffenen ihre ordentlichen Kündigungsfristen verdoppelt worden seien. Sollten Mitarbeitende eine neue Stelle früher antreten können, verzichte das Unternehmen einseitig auf die Kündigungsfristen. «Wir unterstützen Frühpensionierungen finanziell bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters, arbeiten eng mit dem Amt für Arbeit und Wirtschaft und der Lebenslaufwerkstatt zusammen, finanzieren Coachings, Weiterbildungen oder Outplacements, vermitteln Mitarbeitende aktiv an Partnerfirmen und Mitbewerber, begleiten Bewerbungsprozesse und stellen allen die Möglichkeit zur Verfügung, auf ein Care-Team zurückzugreifen.» (mgt/nfz)

