Im Nordwesten von Kenia baut das private Rheinfelder Hilfswerk Udugu der Familie Hauri seit Jahren an einer besseren Infrastruktur. Die Beams Academy in Panpaper beherbergt insgesamt 72 Waisenkinder, welche das ganze Jahr hindurch in der Schule leben.
Der Bau eines Schlaftrakts wurde ...
Im Nordwesten von Kenia baut das private Rheinfelder Hilfswerk Udugu der Familie Hauri seit Jahren an einer besseren Infrastruktur. Die Beams Academy in Panpaper beherbergt insgesamt 72 Waisenkinder, welche das ganze Jahr hindurch in der Schule leben.
Der Bau eines Schlaftrakts wurde nötig, weil die Regierung in Folge eines Brandes in einer anderen Schule in Kenia das Übernachten nur noch im Erdgeschoss erlaubt.
Seit mittlerweile 19 Jahren setzt sich das kleine Rheinfelder Hilfswerk Udugu dafür ein, weit ab der Grossstädte Kenias, in einem kleinen Dorf im Rift-Valley die Infrastruktur für die Bevölkerung und insbesondere für die Kinder zu verbessern. Im 48 Millionen-Einwohner-Staat gibt es tausende von Schulen, das Land ist 14-mal so gross wie die Schweiz. Die Kinder laufen frühmorgens teilweise mehrere Kilometer, bis sie in der Schule ankommen. Wenn sie Glück haben, setzen sie sich auf eine Schulbank, andere müssen mit dem Steinboden Vorlieb nehmen, weil es gar keine Schulbank hat. Auf eine detaillierte Beschreibung des Gangs zur Pinkelpause sei hier verzichtet.
174 Kinder in der Beams Academy
Einen Lichtschalter gibt es im Schulzimmer nicht, demzufolge auch keine Lampe an der Decke. Das eine Fenster mit Tageslicht muss reichen, damit man auf der improvisierten Wandtafel erkennt, was die Lehrerin oder der Lehrer kritzelt. Die Böden in den Schulzimmern sind voll mit Löchern, jede zweite Schulbank wackelt, das Schreiben unter diesen Bedingungen ist eigentlich nicht möglich. Dank Spenden aus der Schweiz konnte vieles schon verbessert werden.
In der Beams Academy der Familie Hauri gehen insgesamt 174 Kinder zur Schule, 12 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten dort. 72 Kinder sind Waisenkinder.
Seit einem historisch folgenschweren Unfall in einer anderen Schule, bei dem 67 Schüler in einem Schlafsaal verbrannten, hat die Regierung beschlossen, dass keine Kinder mehr in einem vergitterten Schlafsaal in oberen Stockwerken schlafen dürfen. Trotz dieser gesetzlichen Vorgaben kommt es in Kenia aufgrund mangelhafter Umsetzung und Kontrollen immer wieder zu schweren Katastrophen, zuletzt im Mai dieses Jahres an der Utumishi Girls Academy Gilgil, ebenfalls im Rift Valley. Das Udugu Hilfswerk baut nun schon seit einigen Monaten an einem Schlafsaal im Erdgeschoss. Rund 70 Prozent der Arbeiten sind bereits abgeschlossen.
Suppentag am 24. Oktober
Damit die Waisenkinder möglichst bald ihren Schlafplatz beziehen können, werden Spendengelder gesammelt. Aus diesem Grund wird die Familie Hauri auch in diesem Jahr wieder einen Suppentag vor dem Rheinfelder Rathaus organisieren.
Am kommenden Samstag, 24. Oktober, von 10 bis 14 Uhr, ist es wieder so weit: Es gibt Green-Curry-Suppe mit oder ohne Poulet, sowie eine Kürbissuppe. Die Suppen werden am Stand vor dem Rathaus herausgegeben oder können mit einem mitgebrachten Behälter auch abgeholt werden. Die Udugu-Familie freut sich auf zahlreichen Besuch.
Die Spendengelder werden 1:1 an das Dorf Panpaper weitergegeben, wo erst vor zwei Jahren auch das kleine Hospital mit zwölf Betten fertig erstellt und bezogen werden konnte. Spenden schenken dort Hoffnung, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Wie heisst es doch so schön: «Das Wissen, geholfen zu haben, ist das schönste Geschenk, das man sich selbst machen kann.» (mgt)
www.udugu.ch