«Aus etwas Kleinem wuchs etwas Grosses»
19.09.2026 FrickEnde August verwandelte sich Frick für drei Tage in eine Festmeile voller Begegnungen, Musik und Genuss. Jetzt, drei Wochen später, blicken Andreas Fahrni, OK-Sicherheitschef, und Manuel Huber, OK-Leiter Infrastruktur, auf den Grossanlass zurück.
Petra Schumacher
«Nach drei ...
Ende August verwandelte sich Frick für drei Tage in eine Festmeile voller Begegnungen, Musik und Genuss. Jetzt, drei Wochen später, blicken Andreas Fahrni, OK-Sicherheitschef, und Manuel Huber, OK-Leiter Infrastruktur, auf den Grossanlass zurück.
Petra Schumacher
«Nach drei Jahren Vorbereitungszeit war die Freude auf das Fest enorm, aber auch mit einer gewissen Anspannung verbunden. Die Frage war: Können wir Frick ein Marktfest bieten, das dem 325-jährigen Marktrecht-Jubiläum würdig ist?», so Manuel Huber. «Auf den Punkt gebracht: Unsere Bilanz ist positiv. Es war ein sehr schönes und friedliches Fest. Das Wetter hat gepasst und die Rückmeldungen von den Besuchern und den Beizli-Betreibern waren durchweg positiv. An allen drei Tagen war eine entspannte, fröhliche Atmosphäre spürbar. Viel Lob gab es für die Dekoration und die Vielfalt der Festbauten. Mich persönlich hat es gefreut, dass unsere Idee mit den von den Frickern Schülern gestalteten Marktschirmen so gut angekommen ist und zum Leitbild für das Fest wurde.»
Viel Unterstützung
«Gerade der Auf- und Abbau hat gezeigt, dass wir vom OK zusammen mit den Vereinen ein gutes Team waren. Die Stimmung war gut und wir haben Hand in Hand gearbeitet. Auch die zusätzlichen Helfer, die keinen unmittelbaren Bezug zum Fest hatten, wie eine Gruppe Ukrainer, haben uns mit ihrem motivierten Einsatz enorm unterstützt,» berichtet Andreas Fahrni. «An dieser Stelle sei den ortsansässigen Firmen gedankt.
Die oft spontane und unkomplizierte Hilfe, die teilweise auch noch ganz knapp vor dem Fest kam, ist nicht selbstverständlich. Wir haben das sehr geschätzt, wie auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Behörden und der Polizei.» «Abgesehen von kleineren Vorfällen war unser Marktfest ein friedliches Fest und das ist genau die Bilanz, die ich mir gewünscht habe», so der OK-Sicherheitschef. «Alle vorab getroffenen Massnahmen und Schulungen haben sich ausgezahlt.»
Unverständnis gegenüber Egoismus
«Wir haben die Anwohner früh über den Festbetrieb informiert. Natürlich verursacht so ein Fest Lärm und kurzzeitige Einschränkungen», erklärt Manuel Huber. «Das Verhalten mancher Anwohner war für uns dann teilweise erschreckend unangemessen und heftig. Wir wurden zum Blitzableiter für eine generelle Unzufriedenheit. Das war schon demotivierend. Schliesslich haben wir das Fest für Frick und nicht für uns organisiert und wollten es eigentlich allen recht machen.» Ähnliche Erfahrungen hat auch Andreas Fahrni gemacht. «Der Egoismus einiger Mitmenschen ist unglaublich. So mussten wir mehrfach die Polizei hinzuholen, weil ein Durchfahrverbot einfach nicht akzeptiert wurde oder trotz aller Hinweise, Autos im Parkverbot abgestellt wurden. Bussen von 40 bis 60 Franken wurden akzeptiert aber über den Eintritt von 10 Franken konnte diskutiert werden.»
«Vielfach wurden die fairen Preise für die Verköstigung gelobt, gleichzeitig mussten wir uns aber immer wieder für das Eintrittsgeld rechtfertigen, so Andreas Fahrni. «Das ein Fest dieser Grössenordnung hohe Fixkosten hat, sollte doch nachvollziehbar sein. Besonders ärgerlich war, dass einige Besucher den Eintritt ganz bewusst umgangen haben.»
Das Fazit
Im Oktober steht das letzte OK Vorstandstreffen an. «Bis dahin werden wir alle Rechnungen haben und können über die Bücher gehen», so Fahrni und Huber. «Unbesehen von der Schlussrechnung werden wir sicherlich als Abschluss nochmals zusammenkommen. Als Bilanz können wir schon jetzt sagen: Es war schön zu erleben, wie aus etwas Kleinem etwas Grosses wuchs.»


