Jahreskonzerte der Stadtmusik Rheinfelden unter dem Motto «Offbeat»
Am Freitagabend und am Sonntagnachmittag spielte die Stadtmusik Rheinfelden ihre Jahreskonzerte im Kurbrunnensaal. Dem Publikum hat’s sehr gut gefallen.
Janine Tschopp
Aufs und Abs, Sturm ...
Jahreskonzerte der Stadtmusik Rheinfelden unter dem Motto «Offbeat»
Am Freitagabend und am Sonntagnachmittag spielte die Stadtmusik Rheinfelden ihre Jahreskonzerte im Kurbrunnensaal. Dem Publikum hat’s sehr gut gefallen.
Janine Tschopp
Aufs und Abs, Sturm und Wind, dann wieder etwas sonnigere Zeiten, ernst und schwer, dann wieder fröhlicher, Licht und Schatten … «Luces y Sombras» von Ferer Ferran zeigt ganz viele Facetten des Lebens, respektive macht sie gut hörbar. Das Selbstwahlstück, das die Stadtmusik Rheinfelden am Eidgenössischen Musikfest in Biel vortragen wird, hat dem Konzertpublikum sehr gut gefallen.
Ursprünglich hat sich die 68köpfige Formation, welche in der 1. Klasse Harmonie antreten wird, für das Stück «The Last Letter from Murdoch» entschieden. «Das Notenmaterial aus Japan ist zu spät angekommen, so dass wir das Selbstwahlstück kurz vor Beginn der Probephase austauschen mussten», erklärte der Dirigent Dani Haus gegenüber der NFZ.
Der kurzfristige Austausch des Selbstwahlstücks, der neue Auftrittsort (Kurbrunnensaal statt Bahnhofsaal), andere Auftrittstage (Freitagabend und Sonntagnachmittag anstelle von Samstagabend und Sonntagnachmittag) passen ideal zum Jahreskonzert-Motto «Offbeat». Also etwas neben dem Takt zu sein, gegen die Erwartungen zu handeln, ungewohnte Wege zu gehen.
Uraufführung mit Stück aus den eigenen Reihen
Am Konzert wurde auch eine Uraufführung von einem Komponisten aus den eigenen Reihen gespielt. Der Saxofonist der Stadtmusik Rheinfelden, Jean-Luc Petignat, schrieb das Werk «Heroes under obscured Skies» und versteht es als Hommage an einige seiner ganz persönlichen «Helden».
Auch nach der Pause zogen die Musikantinnen und Musikanten das Publikum mit besonders unterhaltsamen Stücken in ihren Bann. Beim letzten Stück vor der Zugabe, «Sway» von Pablo Beltran Ruiz, hätten einige am liebsten mitgetanzt.
Ungewohnte Platzverhältnisse
Dirigent Dani Haus zeigte sich nach den Konzerten zufrieden. Im Gespräch mit der NFZ am Sonntagabend meinte er, dass die Platzverhältnisse und auch die Akustik im Kurbrunnensaal ungewohnt waren im Vergleich zum Bahnhofsaal. Einige Elemente mussten angebaut werden, damit alle Musikanten und Musikantinnen auf der Bühne Platz fanden. «Der Aufwand ist für uns viel grösser als im Bahnhofsaal», meinte Vorstandsmitglied Sabine Henz gegenüber der NFZ. Es werde für die Rheinfelder Vereine in Zukunft nicht ganz einfach werden, dass der Bahnhofsaal über einige Jahre nicht zur Verfügung stehe.
Alles war nicht ungewohnt an den Jahreskonzerten der Stadtmusik Rheinfelden vom vergangenen Wochenende. Nämlich, dass die Musikantinnen und Musikanten mit ihrem hochstehenden Programm und durch ihr präzises Spielen das Publikum von Anfang bis Schluss begeisterten. Schon der Konzertauftakt hat den Zuschauerinnen und Zuschauern sehr gut gefallen. Dann, als das Jugendblasorchester der «Windband» (am Freitagabend), respektive der «Tornados» (am Sonntag) unter der Leitung von Ed Cervenka ihr Können präsentierten. Der Nachwuchs, der früher oder später auch in den Reihen der Stadtmusik Rheinfelden mitspielen wird, steht also bereits in den Startlöchern.