Zwei Fricktaler Politiker verlangen Antworten vom Regierungsrat
Die beiden SVP-Grossräte Alex Reimann und Emanuel Suter haben am 3. November eine Interpellation eingereicht. In dieser wird die Frage aufgeworfen, warum das geogen belastete Material aus dem Aargau in andere Kantone ...
Zwei Fricktaler Politiker verlangen Antworten vom Regierungsrat
Die beiden SVP-Grossräte Alex Reimann und Emanuel Suter haben am 3. November eine Interpellation eingereicht. In dieser wird die Frage aufgeworfen, warum das geogen belastete Material aus dem Aargau in andere Kantone gebracht wird.
Susanne Hörth
Bei einer starken Anreicherung von natürlichen Schwermetallen im Boden, dazu gehört auch Arsen, wird von einer geogen bedingten Belastung gesprochen. Eine Belastung hinsichtlich Kosten kann die Entsorgung des betroffenen Baugrundes zudem für die Bauherrschaften bedeuten. Das hat diese Woche die beiden Fricktaler SVP-Grossräte Alex Reimann aus Wölflinswil und Emanuel Suter aus Gipf-Oberfrick auf den Plan gerufen, vielmehr zu einer Interpellation bewogen. «Im Fricktal herrscht Unmut über die immensen Mehrkosten bei Bauvorhaben mit arsenhaltigem Baugrund, da in weiten Teilen des Fricktals die Arsengrenzwerte überschritten sind», halten die SVP-Politiker einleitend zu ihrer Interpellation fest. Weiter angeführt wird, dass in der Regel dieses geogene Arsen nicht ausgewaschen und auch nicht chemisch oder biologisch zerstört werden kann, weshalb es umgelegt werden muss.
Als erstaunlich stufen die Interpellanten ein, dass der Kanton Aargau bei geogenen Stoffen im Baugrund speziell streng und teuer scheint, weshalb das belastete Material zu einem grossen Teil in ausserkantonale Deponien verbracht wird.
Korrekte Entsorgung im Interesse der Allgemeinheit
Reimann und Suter wollen vom Regierungsrat erfahren, warum es möglich ist, dass in anderen Kantonen geogen belastetes Material günstiger deponiert werden kann als im Aargau. Die SVP-Politiker werfen ebenfalls die Frage auf, ob der Regierungsrat überhaupt ein Interesse daran hat, die Kosten für die Ablagerung von solch schadstoffhaltigem Boden möglichst gering zu halten. Dass im grossen Stil belastetes Material in ausserkantonale Deponien verfrachtet wird, führe auch zu hohem Verkehrsaufkommen. Aus ökologischer Sicht mache das wenig Sinn, so die Interpellanten. Sie wollen zudem erfahren, ob die Kriterien zur Ablagerung von belastetem Material schweizweit gelten. Eine korrekte Entsorgung, so die beiden Fricktaler Grossräte sei im Interesse der Allgemeinheit. Mit «Warum also müssen die jeweiligen Grundeigentümer die gesamten Kosten tragen», wird der Fragekatalog an den Regierungsrat abgeschlossen.