Unter dem Motto «Menschen bewegen, Gemeinschaft stärken» findet vom 24. bis zum 27. September der 34. Internationale Altkatholiken-Kongress in Rheinfelden statt. Das lokale christkatholische Organisationskomitee mit Manuela Petraglio und Stephan Feldhaus erwartet mehr als 300 Teilnehmende aus ...
Unter dem Motto «Menschen bewegen, Gemeinschaft stärken» findet vom 24. bis zum 27. September der 34. Internationale Altkatholiken-Kongress in Rheinfelden statt. Das lokale christkatholische Organisationskomitee mit Manuela Petraglio und Stephan Feldhaus erwartet mehr als 300 Teilnehmende aus 16 Ländern.
Der Internationale Altkatholikenkongress (IAKK) ist eine mehrtägige, etwa alle vier Jahre stattfindende Zusammenkunft von altkatholischen Christinnen und Christen aus den Mitgliedskirchen der Utrechter Union. Der erste Internationale Altkatholiken-Kongress fand 1890 in Köln statt. Anlass war die Gründung der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen im Jahr 1889, durch die sich mehrere von Rom unabhängige altkatholische Kirchen zusammenschlossen. Das letzte Mal fand der Kongress im Jahr 2022 in Bonn statt. Der IAKK dient als offenes Forum für Laien und Theologinnen bzw. Theologen aus allen alt- und christkatholischen Kirchen für Austausch, Vernetzung und Diskussion kirchlicher, theologischer, ökumenischer sowie zunehmend auch gesellschaftlicher Themen.
Jubiläum der Christkatholiken
Der diesjährige IAKK 2026 in Rheinfelden steht auch im Zeichen des 150 Jahr-Jubiläums der Christkatholischen Kirche der Schweiz. In der Entstehungsgeschichte der Christkatholischen Kirche der Schweiz spielte Rheinfelden eine besondere Rolle. Hier wurde schon 1873 eine der ersten christkatholischen Gemeinden gegründet und vor genau 150 Jahren, am 18. September 1876, wurde Eduard Herzog in der Stadtkirche St. Martin zum ersten Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz geweiht.
Die Kongressgäste erwartet in Rheinfelden ein abwechslungsreiches und generationenübergreifendes Programm: Verständliche und die Menschen bewegende Fragen und Diskussionen stehen im Mittelpunkt. Es geht um das Erleben von Gemeinschaft. Neben verschiedensten Anlässen in Rheinfelden und der Region Fricktal (Führungen, Besichtigungen, Informationsangebote, offenes Singen, Gebets- und Gottesdienstangebote etc.) sind in diesem Jahr spezielle Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 bis 21 Jahren integraler Bestandteil des Kongresses. Für diese Altersgruppe gibt es eigene erlebnispädagogische Angebote, gemeinsames kreatives Gestalten und eine «Silentdisco» am Freitagabend. Die eigentliche Konferenz am Samstag wird dann als sogenannter «Open Space» durchgeführt. Eine Open-Space-Konferenz ist ein offenes, selbstorganisiertes Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmenden zu Beginn selbst festlegen, welche Themen besprochen werden und wie der Ablauf aussieht.
Gottesdienst im Schweizer Fernsehen
Das Kongressprogramm hält auch eine ganze Reihe an öffentlichen Anlässen für alle Interessierten bereit: Am Freitag, 25.9., findet um 19.00 in der Stadtkirche St. Martin der feierliche Kongressgottesdienst statt. Im Anschluss daran gibt es eine öffentliche Buchvernissage der Hirtenbriefe von Eduard Herzog in der Kirche, an der auch das eigens für den Kongress in einer Privatbrauerei in Rheinfelden gebraute «Eduard Herzog Bier» erstmals verkostet werden kann. Der den Anlass abschliessende Festgottesdienst wird am Sonntag, 27.9., um 10.00 Uhr wiederum in St. Martin durchgeführt und direkt im Schweizer Fernsehen SRF übertragen werden (Achtung: letzter Einlass um 9.45 Uhr). Zum anschliessenden Apéro im Kurbrunnensaal sind alle eingeladen. Die Durchführung dieses internationalen Grossanlasses wird von einem lokalen ehrenamtlichen Organisationskomitee mit grossem Engagement geplant. Eine grosse Zahl an Freiwilligen aus Rheinfelden und dem ganzen Fricktal trägt zum Gelingen des Kongresses bei. (mgt/nfz)