Laufenburger Stadtrat prüft weitere Möglichkeiten
Der Wärmeverbund Altstadt kommt voran, doch die geplante Abwärme aus dem Technologiezentrum Laufenburg lässt länger als geplant auf sich warten. Eine Alternativlösung bietet der Standort der bisherigen Pelletieranlage der ...
Laufenburger Stadtrat prüft weitere Möglichkeiten
Der Wärmeverbund Altstadt kommt voran, doch die geplante Abwärme aus dem Technologiezentrum Laufenburg lässt länger als geplant auf sich warten. Eine Alternativlösung bietet der Standort der bisherigen Pelletieranlage der Balteschwiler AG. Hier könnte eine Heizung mit Industrieholz und Holzschnitzeln entstehen.
Susanne Hörth
Die Arbeiten am Wärmeverbund Altstadt kommen gut voran. Offen bleibt jedoch, ob und wann die Abwärme des im Bau befindlichen Technologiezentrums von FlexBase genutzt werden kann. Die ursprünglich optimistischen Zeitpläne der Bauherrin lassen sich wegen Verzögerungen, neuer Auflagen und weiterer Abhängigkeiten nicht einhalten. Dazu gehört auch das geplante Unterwerk in Kaisten.
Seit Oktober 2025 versorgt die Stadt den Wärmeverbund deshalb mit einer provisorischen Holzpelletheizung bei der Stadthalle. Angesichts des ungewissen Zeitplans für die FlexBase-Abwärme suchte die Stadt nach einer Wärmequelle, die in nützlicher Frist verfügbar wäre.
Nach dem Vergleich mehrerer Konzepte eröffnete die strategische Neuausrichtung der Balteschwiler AG eine neue Möglichkeit. Das Unternehmen benötigt seine Pelletieranlage an der hinteren Bahnhofstrasse nahe dem Bahnübergang nicht mehr. Die Anlage steht zum Verkauf; als Käuferin kommt die Stadt Laufenburg infrage.
Für die geplante Wärmeversorgung müsste die bestehende Anlage abgebrochen und durch eine neue Heizung für Industrieholz und Holzschnitzel ersetzt werden. «Wirtschaftlich und ökologisch», beschrieb Stadtrat Christian Winter den Ansatz. Das Industrieholz könnte die Balteschwiler AG liefern. Die Hackschnitzel könnten nach Winters Angaben aus dem eigenen Wald stammen und bei Bedarf zugekauft werden. Die Heizleistung der neuen Anlage wäre ausbaubar. Noch zu verlegen wären die Zubringerleitungen vom Standort an der hinteren Bahnhofstrasse bis in die Altstadt.
Entscheid an der Gmeind 2027
Aus der Versammlung kam die Frage nach möglichen Lärm- und Geruchsimmissionen. Winter erklärte, diese Aspekte seien in die Abklärungen einbezogen worden und würden auch bei einer möglichen Realisierung berücksichtigt.
Noch ist die Holzheizung eine Option, kein beschlossenes Projekt. Als Nächstes soll der Stadtrat entscheiden. Anschliessend ist die Beschlussfassung an der Gemeindeversammlung 2027 vorgesehen.