AEW plant Millionen-Ausbau in Rheinfelden
22.09.2026 RheinfeldenDie AEW Energie AG hat grosse Pläne in Rheinfelden: Das Regional-Center an der Riburgerstrasse soll für rund fünf Millionen Franken erweitert werden. Das Baugesuch liegt noch bis am 5. Oktober öffentlich auf. Nach aktuellem Stand ist der Baubeginn im Dezember 2026 geplant.
Valentin ...
Die AEW Energie AG hat grosse Pläne in Rheinfelden: Das Regional-Center an der Riburgerstrasse soll für rund fünf Millionen Franken erweitert werden. Das Baugesuch liegt noch bis am 5. Oktober öffentlich auf. Nach aktuellem Stand ist der Baubeginn im Dezember 2026 geplant.
Valentin Zumsteg
Heute sind rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AEW Energie AG in Rheinfelden beschäftigt, künftig könnten es mehr werden. Doch das Regional-Center an der Riburgerstrasse bietet nicht genügend Platz für die kommenden Entwicklungen. Deswegen soll es deutlich ausgebaut werden. «Die AEW plant, ihr Regional-Center in Rheinfelden langfristig weiterzuentwickeln und die dafür notwendige Infrastruktur auszubauen», hält Michael Wüthrich, Leiter der Unternehmenskommunikation, gegenüber der NFZ fest.
An der Kapazitätsgrenze
Mit der Erweiterung werden insbesondere zusätzliche räumliche und logistische Voraussetzungen für Betriebsfahrzeuge, Betriebsmittel sowie Lager- und Logistikf lächen geschaffen, wie er ausführt. Zudem wird die Einstellhalle entlang der nördlichen Grundstücksgrenze verlängert und als Erweiterung ist ein zweites Geschoss vorgesehen. Darin entstehen ein Schulungsraum sowie Büroräumlichkeiten. Auch das bestehende Verwaltungsgebäude wird an die heutigen Bedürfnisse angepasst: Die Garderoben werden vergrössert und der Aufenthaltsraum erweitert.
Ein entsprechendes Baugesuch liegt noch bis am 5. Oktober im Rheinfelder Stadtbauamt öffentlich auf. «Ein wesentlicher Grund für die Erweiterung liegt im Kerngeschäft der AEW, dem Netzbau und Netzbetrieb», so Wüthrich. Die Anforderungen an die Stromnetze nehmen laufend zu, unter anderem durch den Ausbau der Photovoltaik, neue Technologien und die zunehmende Elektrifizierung. «Damit die Stromversorgung auch künftig sicher und leistungsfähig bleibt, muss die Netzinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut, modernisiert und angepasst werden. Die AEW investiert deshalb vorausschauend in ihre Netze und in die dafür notwendige betriebliche Infrastruktur.» Mit dieser Entwicklung steige der Bedarf an Betriebsfahrzeugen sowie Lager- und Logistikflächen. «Diese Bereiche stossen am heutigen Standort teilweise bereits an ihre Kapazitätsgrenzen», so Wüthrich.
Für die nächsten 15 bis 20 Jahre
Mit der vorgesehenen Erweiterung schaffe die AEW die Voraussetzungen für die Entwicklung des Regional-Centers in den kommenden 15 bis 20 Jahren. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Berufsbildung. Aktuell bildet die AEW am Standort Rheinfelden fünf Lernende aus. Künftig sollen noch mehr junge Menschen die Möglichkeit erhalten, eine Ausbildung als Netzelektrikerin oder Netzelektriker zu absolvieren.
Bereits im April 2026 hat die AEW AG zwei Baugesuche eingereicht. Bei einem ging es um den Abbruch von zwei bestehenden Häusern am Kohlplatzweg. «Der Abbruch der beiden Einfamilienhäuser steht in direktem Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung des Regional-Centers Rheinfelden. Die freiwerdende Fläche wird einerseits für die Erweiterung der Betriebsmittelhalle benötigt und andererseits, um das bestehende Werkareal entsprechend zu vergrössern», erläutert Wüthrich.
Die Verantwortlichen der AEW Energie AG rechnen insgesamt mit Investitionskosten von rund fünf Millionen Franken. Nach aktuellem Projektstand ist der Baubeginn für Dezember 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für Februar 2028. Wüthrich: «Voraussetzung dafür ist, dass das laufende Bewilligungsverfahren planmässig abgeschlossen werden kann.»
Baustellenzufahrt über Riburgerstrasse
Während der Bauphase für die Erweiterung des AEW-Regionalcenters in Rheinfelden ist die Baustellenzufahrt über die Riburgerstrasse vorgesehen. «Dadurch sollte für die angrenzende Nachbarschaft keine wesentliche zusätzliche Belastung durch den Baustellenverkehr entstehen. Gewisse Lärm- und andere baustellentypische Emissionen lassen sich während der Bauzeit jedoch nicht vollständig vermeiden», teilt das Unternehmen auf Anfrage der NFZ mit. Die Arbeiten würden so geplant und ausgeführt, dass die Auswirkungen auf die Umgebung möglichst gering bleiben. «Die Erweiterung dürfte sich zudem positiv auf die künftige Lärmsituation auswirken: Durch die Verlängerung der Einstellhalle entlang der nördlichen Grundstücksgrenze wird das Werkareal gegenüber dem angrenzenden Wohngebiet baulich besser abgeschirmt.» (vzu)


