Überschwemmungen in Böztal
27.07.2025 BrennpunktGrosseinsatz der Blaulichtorganisationen im Raum Effingen
Das heftige Gewitter mit Starkregen, das am Samstagabend über Teile des Fricktals zog, hinterliess in Böztal massive Spuren. Der Effingerbach trat über die Ufer, Strassen, Keller und Baugruben wurden überflutet.
Simone Rufli
Am Samstag, 26. Juli, erreichte ein starkes Gewitter kurz vor 17 Uhr den Kanton Aargau. Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei gingen während rund drei Stunden bei der Kantonalen Notrufzentrale über 160 Meldungen im Zusammenhang mit dem Unwetter ein. Insgesamt 20 Feuerwehren standen im Einsatz, Keller und Unterführungen wurden überflutet und Bäume stürzten um.
Besonders schwer getroffen wurde die Region am Fuss des Bözbergs in der Gemeinde Böztal.
«Punktuell so viel Wasser wie nie»
Wie Simon Fürst, Kommandant der Feuerwehr Oberes Fricktal am Sonntagnachmittag auf Anfrage der NFZ erklärte, gingen am Samstagabend 27 Alarmmeldungen ein. Zum einen sei ab dem Bözberg viel Wasser gekommen und zum anderen der Effingerbach über die Ufer getreten. Das habe dazu geführt, dass viele Keller im Raum Effingen und Kästhal unter Wasser standen und ausgepumpt werden mussten. Die Strasse über den Bözberg sowie die Hauptstrasse zwischen Effingen und Bözen waren während Stunden gesperrt. Personen wurden keine verletzt. Die Nacharbeiten waren auch am Sonntag noch im Gang.
«Dass punktuell so viel Wasser aufs Mal zusammenkommt, das habe ich in meiner ganzen Zeit in der Feuerwehr noch nicht erlebt», erklärte Simon Fürst, seit 2017 in der Feuerwehr, seit 2023 Kommandant. Von den Ferien aus unterstützte er die Einsatzleitung vor Ort, indem er koordinative Aufgaben übernahm.
Funktionierende Zusammenarbeit
Unterstützt wurde die Feuerwehr Oberes Fricktal bei den Einsätzen auch von der Feuerwehr Herznach-Ueken. Bei der Umleitung des Verkehrs (infolge Sperrung der Bözbergstrasse) halfen die Feuerwehren aus Frick (Stützpunktfeuerwehr) und Bözberg/Brugg mit. Auch der Zivilschutz (ZSO) war mit rund zehn Mann im Einsatz. Organisatorische Unterstützung bot zudem das Regionale Führungsorgan sowie die Polizei Oberes Fricktal. Der Grosseinsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
Wie Simon Fürst erklärte, werde die Situation nun genau beobachtet, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Regenfälle zu weiteren Überschwemmungen führen könnten.