Kreativität, Herzblut und eine Windböe mit Folgen
12.12.2023 RheinfeldenDer erste Weihnachts-Kreativmarkt im Rheinfelder Kurbrunnen-Areal kam sowohl bei den Ausstellenden als auch bei den Besuchenden sehr gut an. Auch die Organisatoren sind zufrieden.
Janine Tschopp
Das Wetter am vergangenen Wochenende hätte noch ein bisschen weihnachtlicher ...
Der erste Weihnachts-Kreativmarkt im Rheinfelder Kurbrunnen-Areal kam sowohl bei den Ausstellenden als auch bei den Besuchenden sehr gut an. Auch die Organisatoren sind zufrieden.
Janine Tschopp
Das Wetter am vergangenen Wochenende hätte noch ein bisschen weihnachtlicher sein können, trotzdem kamen viele Leute aus der ganzen Umgebung an den ersten Weihnachts-Kreativmarkt im Rheinfelder Kurbrunnen-Areal. An 96 Ständen gab es Handwerk von regionalen Künstlern zu bestaunen. «Es läuft gut, wir sind zufrieden. Und der Markt ist sehr gut organisiert», äusserten sich Standbetreiber im Gespräch mit der NFZ. Einige der anwesenden Kunsthandwerker hatten bereits an den Kreativmärkten ausgestellt, welche in Rheinfelden im Frühling 2022, respektive 2023 durchgeführt wurden.
Sowohl die Kreativmärkte im Frühling als der Weihnachts-Kreativmarkt von vergangenem Wochenende wurden durch Dani Kummli und Flo Schreiber organisiert. Das Paar lebt seit acht Jahren in Rheinfelden. Sie sind selber sehr kreative Köpfe und stellen unter anderem Glasfusing-Produkte her. Früher verkauften sie ihre Erzeugnisse hauptsächlich an Kunsthandwerk-Märkten. Seit April 2021 führen sie in Rheinfelden auch ein Geschäft, wo sie ihre Werke präsentieren und verkaufen.
Oberste Priorität: Selbstgemacht
Vor ein paar Jahren hatten Dani Kummli und Flo Schreiber die Idee, in Rheinfelden einen Kreativmarkt aufzuziehen. Oberste Priorität war für sie immer, dass die Produkte selbstgemacht sind. Die Nachfrage bei den Ausstellern war von Anfang an sehr gross. Der erste Markt, den sie im Mai 2020 durchführen wollten, musste aufgrund von Corona verschoben werden. Für den ersten Weihnachts-Kreativmarkt haben sich gegen 300 Ausstellende angemeldet. Insgesamt verteilten sich schliesslich 96 Standbetreiber im Musiksaal, in der Trinkhalle und im Aussenbereich des Kurbrunnensaals. Die Organisatoren waren am Sonntagnachmittag mit der ersten Ausgabe sehr zufrieden. Es kamen viele Leute aus der ganzen Umgebung und die Rückmeldungen von Besuchenden und Standbetreibern waren sehr positiv. «Wir sind glücklich», sagte Flo Schreiber gegenüber der NFZ.
«Horrornacht» für die Veranstalter
Einen Wermutstropfen gab es trotzdem: Am Samstagabend, kurz, nachdem die Band das letzte Lied gespielt hatte, zog eine Windböe durch den Aussenbereich der Kurbrunnenanlage. Alle Zelte und Stände wurden umgestossen und es blieb ein Riesenchaos zurück. Nachdem sie den ersten Schock verdaut hatten, kontaktierten die Organisatoren alle 50 Betreiber der Aussenstände telefonisch. Die meisten waren bereits zu Hause und kamen nach dem Anruf sofort aufs Areal. Per Facebook suchten die Veranstalter weitere Helfer und versuchten bis tief in die Nacht gemeinsam das zu retten, was zu retten war. Nach ein paar wenigen Stunden Schlaf kamen alle um 6.30 Uhr erneut aufs Gelände, um ihre Stände für den Sonntag wiederherzurichten. Flo Schreiber hatte Tränen in den Augen, als er erzählte: «Es war ein Miteinander, das ich zuvor noch nie erlebt hatte.» Nach dem grossen Chaos, welches durch nur eine Windböe versucht worden war, hätte er nie erwartet, dass der Markt am Sonntag draussen überhaupt stattfinden konnte.
Trotz dieses grossen Schreckmoments werden Flo Schreiber und Dani Kummli ihren ersten Weihnachts-Kreativmarkt, der allseits sehr gut ankam, in bester Erinnerung behalten. Ob es nächstes Jahr wieder einen Kreativmarkt in der Adventszeit gibt? «Ja, das wird es», sagt Flo Schreiber. Wiederum werden die beiden Organisatoren, denen Weihnachten persönlich viel bedeutet, zusammen mit ihren Familien und Freunden einen Weihnachts-Kreativmarkt auf die Beine stellen. Und wiederum werden sie viele Arbeitsstunden und ebenso viel Herzblut hineinstecken.





