Das Umverteilungsvolumen zwischen den Gemeinden beträgt 109,3 Millionen Franken, 4 Millionen mehr als im Vorjahr. Grund dafür ist, dass die Steuererträge der Gemeinden weiter gestiegen sind. Das Fricktal zahlt 13,3 Millionen Franken ein und bezieht 8,3 Millionen.
Walter Herzog
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Das Umverteilungsvolumen zwischen den Gemeinden beträgt 109,3 Millionen Franken, 4 Millionen mehr als im Vorjahr. Grund dafür ist, dass die Steuererträge der Gemeinden weiter gestiegen sind. Das Fricktal zahlt 13,3 Millionen Franken ein und bezieht 8,3 Millionen.
Walter Herzog
Im Jahr 2027 erhalten 134 Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge im Umfang von rund 109,3 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 105,4 Millionen Franken, die zwischen den Gemeinden umverteilt wurden. Das geht auf die gestiegenen Steuererträge zurück, die in die Berechnung des Ressourcenausgleichs einf liessen. 62 Gemeinden leisten Finanzausgleichsabgaben in der Höhe von 77,4 Millionen Franken. Die verbleibenden rund 32 Millionen Franken werden über den Kanton finanziert. Die dafür benötigten Mittel stammen aus den kantonalen Erträgen der Steuerzuschläge, die zweckgebunden für den Finanzausgleich erhoben werden.
Grosse Unterschiede unter den Gemeinden
Die Städte Baden mit 20,1 Millionen und Aarau mit 8,8 Millionen Franken zahlen am meisten, dahinter folgen mit Kaiseraugst mit 4,7 Millionen und Rheinfelden mit 4,0 Millionen Franken bereits zwei Fricktaler Gemeinden. Insgesamt erbringen die 10 Gemeinden mit den höchsten Abgaben 70 Prozent des Abgabevolumens. Auf der Beitragsseite erhalten die 10 Gemeinden mit den höchsten Zuwendungen zusammen 40 Prozent aller Beiträge.
Die grössten Beitragsempfänger sind die Gemeinden Reinach, Neuenhof, Menziken, Oberentfelden und Wohlen. Werden die Zahlungen pro Einwohnerin und Einwohner verglichen, verändern sich die Spitzenplätze: Die höchsten Beiträge pro Kopf erhalten Oberhof, Densbüren, Mandach, Schmiedrued und Menziken, die grösste Abgabenlast pro Kopf tragen Oberwil-Lieli, Baden, Kaiseraugst, Döttingen und Ennetbaden.
Fricktal ist klarer Nettozahler
Das Fricktal zahlt im nächsten Jahr insgesamt 13,3 Millionen Franken ein und erhält 8,3 Millionen. Dies bedeutet, die gesamte Region ist mit einem Betrag von 5,0 Millionen Franken ein Nettozahler in den Aargauer Finanzausgleich. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei den einzelnen Gemeinden und bei den beiden Bezirken. Währenddem der wirtschaftlich stärkere Bezirk Rheinfelden netto 9,8 Millionen Franken einzahlt, bezieht der Bezirk Laufenburg 4,7 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich. Die fünf Fricktaler Gemeinden mit den grössten Bezügen aus dem Finanzausgleich sind Böztal, Möhlin, Mettauertal, Oberhof und Wölflinswil. Die fünf grössten Zahler sind Kaiseraugst, Rheinfelden, Magden, Stein und Wallbach. Die Seite gewechselt hat die Gemeinde Frick. Wenn auch nur mit einem kleinen Betrag, gehört sie neu zu den Zahlern, nachdem sie in den Vorjahren zu den Bezügern gezählt hatte. Grössere negative Veränderungen erfuhren die Gemeinden Möhlin, Zeiningen, Eiken, Herznach-Ueken, Kaisten, Sisseln und Oeschgen, positive Veränderungen verzeichnen Frick und Laufenburg.