42 Jahre im Dienst der Schule
13.08.2026 Rheinfelden
Adrian Ehrensperger als langjähriger Engerfeld-Lehrer verabschiedet
Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) verabschiedete sich von mehreren verdienten Lehrkräften und würdigte ihr grosses Schaffen. Auf die längste Zeit an der Schule Engerfeld darf Adrian Ehrensperger ...
Adrian Ehrensperger als langjähriger Engerfeld-Lehrer verabschiedet
Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) verabschiedete sich von mehreren verdienten Lehrkräften und würdigte ihr grosses Schaffen. Auf die längste Zeit an der Schule Engerfeld darf Adrian Ehrensperger zurückblicken.
Nach sage und schreibe 42 Jahren im Schulhaus Engerfeld ist Adrian Ehrensperger in den Ruhestand verabschiedet worden. Seit seinem Einstieg mit einem Vikariat an der Bezirksschule im Jahr 1984 und der Festanstellung im darauffolgenden Jahr, prägte er über vier Jahrzehnte das Schulleben in vielfältiger Weise. Als Klassen- und Fachlehrer unterrichtete er Mathematik, Physik, Biologie und Geometrischtechnisches Zeichnen (GTZ). Generationen von Schülerinnen und Schülern vermittelte er nicht nur Fachwissen, sondern auch Werte wie Genauigkeit, Verlässlichkeit und sorgfältiges Arbeiten.
Neben seiner Unterrichtstätigkeit übernahm er zahlreiche zusätzliche Aufgaben. Er engagierte sich unter anderem im Sekretariat, leitete die Fachschaft Mathematik, betreute die Physiksammlung und kümmerte sich um die Umgebung des Schulhauses. Sein Einsatz trug wesentlich zur Weiterentwicklung und zum reibungslosen Betrieb der Schule bei. Auch ausserhalb des Schulalltags war der Pädagoge vielseitig aktiv. Er engagiert sich in der Aargauischen Naturforschenden Gesellschaft, wirkte im Lehrertheater Möhlin mit und singt in einem Chor. Bei der Verabschiedung sorgte zudem eine humorvolle Anspielung auf eine während eines Weiterbildungskurses absolvierte Ausbildung im «Sprechgesang» für Schmunzeln.
In den Abschiedsworten würdigte der Standortleiter Silvan Hof insbesondere seine Integrität, seine hohe Verlässlichkeit und seine konsequente Haltung gegenüber Vereinbarungen und gemeinsamen Zielen. Er setzte sich stets für Qualität und die Verantwortung als Lehrperson ein. Sein Wirken hat das Kollegium und die Schule nachhaltig geprägt. Zum Abschied erhielt der Pensionär neben Geschenken des Kollegiums einen kleinen Frosch als symbolisches Andenken an die zahlreichen Unterrichtsstunden, die vom Konzert der Frösche aus den nahegelegenen Weihern begleitet wurden.
Bye bye «Miss Wentz»
Im April 1989 begann die Lehrerinnenlaufbahn von Susanne Wentz in Magden. Ab diesem Zeitpunkt unterrichtete sie mit viel Elan und Freude die Magdener Jugendlichen. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 wurde die Oberstufe in Magden aufgelöst und so setzte sie ihre Lehrtätigkeit im Engerfeld im vergrösserten Kollegium der Sekundarschule fort. Während mehreren Jahren war sie Klassenlehrerin, später reduzierte sie ihr Pensum und war Fachlehrerin für Englisch. Mit viel Engagement und Herzblut unterrichtete «Miss Wentz» Englisch in verschiedenen Klassen. Susanne Wentz setzte aber auch im Fach Deutsch wertvolle Akzente. So führte sie unter anderem das freiwillige Leseprojekt «Lesestab» für die 2. und 3. Sekundarklassen durch und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung. Darüber hinaus war sie während mehrerer Jahre im Nebenamt als Materialverwalterin tätig. Erfreulicherweise bleibt Susanne Wentz auch im nächsten Schuljahr der Schule als Assistenz erhalten.
Adieu Peter Hueber und Bernhard Ebenho
Peter Hueber und Bernhard Ebenho haben beide auf dem zweiten Bildungsweg die Ausbildung zur Lehrperson der Sekundarstufe I erfolgreich abgeschlossen. Peter Hueber trat im Januar 2012, Bernhard Ebenho im August 2013 an der Sekundarschule ein. Während mehrerer Jahre waren beide als Klassenlehrpersonen tätig und prägten mit ihrem Engagement das Schulleben an der Sekundarschule. Bernhard Ebenho unterrichtete die Fächer Deutsch, RZG, Politische Bildung, Berufliche Orientierung sowie Projekte & Recherchen. Dank seiner früheren beruflichen Tätigkeit im Bankwesen konnte er den Jugendlichen wertvolle und praxisnahe Impulse für ihre Berufswahl mit auf den Weg geben. Besonders am Herzen lagen ihm stets die Menschen- und Kinderrechte sowie das Land Südafrika. Diese Themen brachte er mit grossem persönlichem Engagement in seinen Unterricht ein und eröffnete den Schülerinnen und Schülern damit wichtige Perspektiven auf gesellschaftliche und globale Zusammenhänge. Peter Hueber unterrichtete Mathematik, Informatik sowie Natur und Technik. Mit grossem Einsatz setzte er sich für zeitgemässe Unterrichtsräume und moderne Unterrichtsmaterialien ein – insbesondere in den Bereichen Informatik sowie Natur und Technik. Damit leistete er einen wichtigen Beitrag zu einem zeitgemässen und zukunftsorientierten Unterricht. Peter Hueber und Bernhard Ebenho übernahmen darüber hinaus als Springer zahlreiche wertvolle Einsätze und unterstützten damit flexibel und engagiert den Schulbetrieb.
Auf Wiedersehen Ulli Monteiro
Mit dem DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) auf der Oberstufe hat Ulli Monteiro vor 29 Jahren begonnen. Während vieler Jahre war sie an der KUF-Koordinatorin für dieses Fach und hat sich mit grossem Engagement für die bestmögliche Integration der Jugendlichen eingesetzt. Neben dem Vermitteln der deutschen Sprache hat sie ihnen auch viele alltägliche Dinge beigebracht, die ihnen das Leben in der Schweiz erleichterten. Für viele Eltern war sie eine wichtige Ansprechpartnerin. Auch die Entwicklung der Schulpolitik interessierte sie. Deshalb war sie während einiger Jahre Delegierte der Kantonalkonferenz. Deutsch als Zweitsprache ist ein Fach, das ihr nach wie vor sehr am Herzen liegt und sie kann sich gut vorstellen, wenn Bedarf ist, wieder einzuspringen. Ausserdem wird sie in Zukunft auch Kindern als Lesepatin zur Seite stehen, um ihnen die Liebe zur Sprache und Literatur zu vermitteln.
Tschau Andrea Odermatt
Im August 2010 sprang Andrea Odermatt in einer Notsituation kurzfristig als DaZ-Lehrerin an der KUF ein. Damals war noch nicht abzusehen, dass aus dieser spontanen Unterstützung eine 16-jährige Tätigkeit entstehen würde. Andrea Odermatt fand schnell Freude an ihrer Aufgabe und die KUF war froh, dass aus der ursprünglichen Übergangslösung eine so lange und wertvolle Zusammenarbeit wurde. Im Laufe der Jahre übernahm sie zusätzlich Unterricht in der Kleinklasse in den Fächern Deutsch und RZG. Darüber hinaus war sie Begleitperson auf Exkursionen, Schulreisen und in Lagern.
Wenn Unterstützung gefragt war, stand sie den Klassenlehrpersonen unkompliziert und engagiert zur Seite. Viele Schülerinnen und Schüler durften dank Andrea Odermatt die Schweiz ein Stück besser kennenlernen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln.
Wie die Schulleitung und der Vorstand mitteilen, danken sie allen von Herzen für die langjährige Treue und den grossen Einsatz an der KUF. «Mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Fachwissen und ihrer Menschlichkeit haben sie die Schule nachhaltig geprägt. Vor allem aber haben sie unzählige Jugendliche auf ihrem Weg begleitet, ermutigt, unterstützt und ihnen wichtige Impulse für ihre Zukunft mitgegeben. Vielen Dank für alles!»
(mgt/nfz)
