UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen auch im Fricktal
2026 ist das UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen und auch wir im Fricktal sind ein Teil davon. Als Bäuerinnen, ob mit oder ohne Fachausweis, je nach Hof und dessen Ausrichtung, bekommen wir ...
UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen auch im Fricktal
2026 ist das UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen und auch wir im Fricktal sind ein Teil davon. Als Bäuerinnen, ob mit oder ohne Fachausweis, je nach Hof und dessen Ausrichtung, bekommen wir als Frauen viele Aufgaben automatisch mit. Ob sich eine Frau auf dem Hof in der Landwirtschaft mit einbringt, ist je nach Aufstellung des Betriebs sehr verschieden.
Man findet uns Bäuerinnen im Stall, auf der Weide, auf dem Traktor, am Obst ernten, etc. und viele managen ihren eigenen Betriebszweig wie Direktvermarktung oder Bauernhofspielgruppe. Zudem sind wir meist auch zuständig für den Haushalt und was so dazugehört. Sie mögen jetzt denken, das ist ja wohl nichts anderes als in einer Familie mit Haushaltsarbeiten. Ja, es sind dieselben Arbeiten, doch meist im etwas grösseren Umfang. Oft sind auf Bauernhöfen noch ein Lehrling oder zusätzliche Mitarbeiter, die auch bekocht und «bewascht» werden wollen.
Die Kinderbetreuung ist oftmals Sache der Bäuerin und läuft bei ihr nebenher. Die Kinder werden auf dem Hof mitgenommen und spielen dann unter einem Baum oder dort, wo sich die Bäuerin gerade aufhält. Ganz so idyllisch wie sie jetzt denken ist es aber nicht, denn oft ist es schwierig mit kleinen Kindern alles unter einen Hut zu bekommen und daneben Haushalt und Hofarbeit zu erledigen.
Einige von uns treffen Sie zudem auch in einem Büro, einer Arztpraxis, im Spital oder im Detailhandel an, ohne dass Sie es merken, denn viele von uns arbeiten zusätzlich noch auswärts. Sei es, um den einmal erlernten Beruf weiterhin auszuüben, etwas Abwechslung zur Hofarbeit zu erhalten oder um etwas zum Familienbudget beizusteuern. Dass sich die Landwirtschaft mit natur- und wetterabhängigen Arbeitsspitzen nicht immer ganz einfach mit einem «normalen Job» vereinbaren lässt, können Sie sich sicher vorstellen.
Das UNO-Jahr soll die Leistungen der Bäuerinnen und Landwirtinnen würdigen und gleichstellen mit der Arbeit der Männer auf dem Hof. Wir spielen dabei eine aktive Rolle und möchten sichtbar sein!
Ich selbst bin eine der portraitierten Bäuerinnen der Landfrauenkampagne, stehe aber nur sinnbildlich für die zirka 54 000 Bäuerinnen in der Schweiz, die tagtäglich Unglaubliches leisten und dafür auch Wertschätzung, Sichtbarkeit und soziale Absicherung möchten.
Mehr zur UNO-Kampagne vom SBLV erfahren Sie auch auf landfrauen.ch und auf dem Ballenberg erleben Sie eine dazugehörige Ausstellung bis zum 1. November 2026.
www.landfrauen-laufenburg.ch
www.landfrauen-rheinfelden.ch