Nadja Soder,
Gemeindebibliothek Möhlin
Beatrice Salvioni
Malnata
Malnata ist ein eindringlicher Roman über Freundschaft, gesellschaftliche Zwänge und das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen. Im Mittelpunkt steht die junge Francesca, ...
Nadja Soder,
Gemeindebibliothek Möhlin
Beatrice Salvioni
Malnata
Malnata ist ein eindringlicher Roman über Freundschaft, gesellschaftliche Zwänge und das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen. Im Mittelpunkt steht die junge Francesca, die in einer konservativen Umgebung lebt und sich nach Freiheit sehnt. Als sie auf die wilde und unangepasste Maddalena trifft – von allen nur «Malnata» genannt –, beginnt sie, ihre Welt mit neuen Augen zu sehen. Der Spitzname bedeutet so viel wie «die Schlechtgeborene» oder «die Verdorbene» und spiegelt die Vorurteile und Gerüchte wider, die im Dorf über Maddalena kursieren. Gerade diese Ausgrenzung macht sie zu einer faszinierenden, starken Figur, die sich nicht den Erwartungen anderer beugt. Salvioni erzählt mit grosser Sensibilität von Mut, Rebellion und der Kraft ungewöhnlicher Freundschaften. Besonders gelungen ist die dichte Atmosphäre, die das Italien der 1930er-Jahre lebendig werden lässt. Der Roman ist sprachlich zugänglich und gleichzeitig emotional tiefgehend – eine klare Leseempfehlung für alle, die intensive Figuren und bewegende Geschichten schätzen.
Austin Taylor
Das Gefühl von Unendlichkeit
Im Zentrum stehen Zoe und Jack, die sich an der Harvard-Universität kennenlernen und schnell eine enge, fast elektrisierende Verbindung entwickeln. Zwischen Konkurrenz, grossen Träumen und wissenschaftlichem Ehrgeiz geraten sie in einen Strudel aus Emotionen und Erwartungen. Als die beiden eine bahnbrechende Entdeckung machen, die weitreichende Folgen haben könnte, wächst nicht nur ihr Ruhm, sondern auch der Druck auf ihre Beziehung. Besonders spannend ist die Verbindung von wissenschaftlichem Setting und emotionaler Tiefe, die der Geschichte eine besondere Dynamik verleiht.
Matt Coyne
Frank & Red
Im Mittelpunkt steht der mürrische Rentner Frank, der nach dem Tod seiner Frau völlig zurückgezogen lebt – bis der lebhafte sechsjährige Red nebenan einzieht. Trotz aller Unterschiede entsteht zwischen den beiden eine ungewöhnliche Verbindung, die beide Leben nachhaltig verändert.
Der Roman überzeugt durch seine gelungene Mischung aus Witz und emotionaler Tiefe. Besonders berührend ist, wie sich hinter Franks harter Fassade nach und nach Verletzlichkeit zeigt. Eine charmante, bewegende Lektüre, die daran erinnert, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist.
rheinfelden.org/stadtbibliothek
«Fricktaler Bibliothekarinnen empfehlen» erscheint einmal im Monat.