Geschichten vom TIERLIGNADENHOF KAISTEN
10.04.2026 FricktalNala
Vor einer Woche waren wir mit unserem Meerschweinchen Mrs. Higgins beim Tierarzt. Sie hatte nach einer Auseinandersetzung ein trübes Auge, welches wir unserem Tierarzt zeigen wollten. Als wir also im Warteraum waren, kam eine Assistentin auf uns zu. Die Katze Nala ...
Nala
Vor einer Woche waren wir mit unserem Meerschweinchen Mrs. Higgins beim Tierarzt. Sie hatte nach einer Auseinandersetzung ein trübes Auge, welches wir unserem Tierarzt zeigen wollten. Als wir also im Warteraum waren, kam eine Assistentin auf uns zu. Die Katze Nala sei bei ihnen stationär in Behandlung und auf der Suche nach einem Lebensplatz, ob ich sie kennenlernen möchte?
Wir hatten die Anfrage zur Aufnahme von Nala einige Wochen zuvor bereits per Mail von der Tochter der Besitzerin erhalten. Die Besitzerin war schwer erkrankt und musste sich wohnlich verändern, wobei sie ihre Katzen nicht mitnehmen konnte. Die Anfrage war leider nicht stimmig, und der Gesundheitszustand von Nalas Bruder hat uns zusätzlich dazu veranlasst, die Anfrage negativ zu beantworten.
Was wir nicht wussten, war, dass Nala und ihr Bruder ab diesem Zeitpunkt alleine in dem Haus der Besitzerin wohnten und nur für die Fütterung jemand vorbei kam. Der Bruder musste dann, wie erwartet, erlöst werden, aber für Nala konnte keine Lösung gefunden werden. Deshalb wollte die Tochter der Besitzerin in ihrer Verzweiflung Nala ebenfalls erlösen. Aus diesem Grund hat die Tierarztassistentin an besagtem Tag in Absprache mit den Tierärzten nochmals nachgefragt, ob wir Nala aufnehmen können. Was wir sofort gemacht haben. Nala ist 16 Jahre, gesund und verschmust. Natürlich merkt man ihr die vergangenen Erlebnisse und die Unsicherheit der letzten Zeit an, aber sie ist aufgeschlossen und frisst gut. Wir hoffen, dass sie sich mit der neuen Situation bei uns gut arrangieren kann und dass wir sie in ihrem letzten Lebensabschnitt würdevoll und mit Liebe begleiten dürfen.
Als wir in unseren sozialen Medien über die Geschichte berichtet haben, ist eine Diskussion entfacht, über die Verantwortung der Tierärzte, aber auch über das Einschläfern von gesunden Tieren. Ein höchst emotionales Thema, mit vielen verschiedenen Gesichtspunkten und Faktoren, welche nicht immer schwarz oder weiss sind. Die Gesetzgebung in der Schweiz verbietet das Einschläfern von gesunden Tieren nicht explizit, weshalb es Tierbesitzern erlaubt ist, einen Tierarzt zu kontaktieren und das Tier euthanasieren zu lassen. Im Fall von Nala, wie auch schon in vielen anderen Notfällen, hat uns der behandelnde Tierarzt kontaktiert, und wir konnten gemeinsam eine Lösung für die betroffenen Tiere finden. Dieses vorbildliche Verhalten finden wir ethisch vorbildlich und helfen deshalb auch gerne weiter.
In solch traurigen Situationen möchte man immer schnell einen Schuldigen suchen. Doch die eigentliche Schwierigkeit sehen wir darin, dass viele Menschen Tiere nach wie vor nicht als fühlende Lebewesen sehen. Tiere, egal ob Heimtier oder Nutztier, fühlen – genauso wie wir.
Wie können wir also die aktuelle Situation für die Tiere verbessern: – Nehmen Sie nur ein Tier auf, wenn Sie ein Leben lang für dieses sorgen können, in jeder Hinsicht; – Kümmern Sie sich darum, dass Ihr Tier versorgt ist, im Fall, wenn Sie es nicht mehr können; – Bieten Sie Tierschutztieren einen Lebensplatz oder unterstützen Sie Organisationen, welche dies tun.
Wenn jeder seine Verantwortung wahrnimmt und einen Teil beiträgt, könnte die Welt für die Tiere so viel besser sein.
Liebe Grüsse vom
Tierlignadenhof-Team
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