Fricktaler Bibliothekarinnen empfehlen
26.01.2024 LaufenburgSarah Laneri, Bibliothek Laufenburg
Camilla Läckberg
Henrik Fexeus: Finsternebel
«Finsternebel» ist der 2. Teil der spannenden Trilogie mit Kommissarin Mina Dabiri und Mentalist Vincent Walder. Sie ermitteln unter Hochdruck im Fall einer ...
Sarah Laneri, Bibliothek Laufenburg
Camilla Läckberg
Henrik Fexeus: Finsternebel
«Finsternebel» ist der 2. Teil der spannenden Trilogie mit Kommissarin Mina Dabiri und Mentalist Vincent Walder. Sie ermitteln unter Hochdruck im Fall einer Kindesentführung. Ein Junge wurde im laufenden Betrieb einer Kindertagesstätte entführt und drei Tage später tot aufgefunden. Es zeigen sich Parallelen zu anderen Fällen. Vincent Walder gelingt es, ein Muster zu erkennen. Damit kann er den Fundort des nächsten entführten Kindes bestimmen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Der packende Kriminalroman von Camilla Läckberg und Henrik Fexeus hat mehrere Handlungsstränge und die Beschreibung aller Protagonisten nimmt viel Raum ein. Mina mit ihrer Panik vor Keimen, die gerne die ganze Umgebung desinfiziert, Vincent mit seinem Hang zu Zahlen und seiner Platzangst. Ruben, der Frauenheld, welcher sich deswegen in Therapie begibt und erfährt, dass er eine Tochter hat. Auch davon lebt die Story. «Finsternebel» ist ein komplexer Krimi auf hohem Niveau. Ich bin gespannt auf den dritten Teil der «Dabiri-Walder» Trilogie, welcher ab Mai 2024 zu lesen ist.
Mareike Fallwickl:
Die Wut, die bleibt
Nachdem Andrea Worthmann dieses Buch am Schweizer Vorlesetag bei uns in der Bibliothek vorgestellt hatte, konnte ich es kaum abwarten, es zu lesen. Und tatsächlich: Das Buch macht wütend. Bereits die erste Seite lässt einen Groll aufsteigen, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Lektüre zieht. Aber von vorne:
Eines Abends nimmt sich Helene das Leben und hinterlässt ihren Mann Johannes und die drei Kinder Lola, Maxi und Lucius. Erst ab diesem Zeitpunkt wird allen Familienmitgliedern klar, was für eine grosse Lücke die Mama, die nun nicht mehr da ist, hinterlässt. Der ganze Familienalltag wird auf den Kopf gestellt und versinkt im Chaos. Bis Helenes beste Freundin Sara einspringt und immer mehr zum festen Bestandteil der Familie wird. Es wird zur Selbstverständlichkeit, dass sie als Frau den Haushalt übernimmt, Maxi in den Kindergarten bringt und sich um den kleinen Lucius kümmert. Und das alles neben ihrem eigentlichen Job als Krimi-Autorin und ihrem komplizierten Liebesleben. Was zu Beginn eine Übergangslösung sein sollte, wird schnell zur Langzeitlösung. Johannes geht weiter seiner beruflichen Tätigkeit nach und überlässt den Rest Sara und seiner Stieftochter Lola. Letztere verarbeitet den Verlust ihrer Mutter auf ganz eigene Weise und setzt sich intensiv mit der ewigen Diskussion über die Rollenverteilung von Mann und Frau bzw. Vater und Mutter in der heutigen Gesellschaft auseinander.
Ein sehr packendes Buch mit viel Spielraum für die eigenen Gedanken.
«Fricktaler Bibliothekarinnen empfehlen» erscheint einmal im Monat.



