Was kann man miteinander erreichen?

  23.03.2023 Zuzgen

Was kann man miteinander erreichen?

Zuerst feierten die drei Landeskirchen im Tal den ökumenischen Gottesdienst, anschliessend waren alle zur gemeinsamen Fastensuppe ins reformierte Kirchgemeindezentrum eingeladen.

Hans Zemp

Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der römisch-katholischen Kirche mit Pfarrer Niklas Raggenbass (christkatholisch), Irina van Bürck (reformiert) und Godwin Ukatu (römisch-katholisch) zum Thema «lerne tanzen» wurde im reformierten Kirchgemeindezentrum Zuzgen die Fastensuppe serviert. Die Suppe wurde in diesem Jahr erstmals etwas anders hergestellt und gekocht. Gekocht wurde Borschtsch, ein ukrainisches Nationalgericht. Zubereitet wurde es von vier Frauen aus der Ukraine, die im Wegenstettertal eine, vor dem Krieg sichere Bleibe gefunden haben. Wie Peter Bürgi, er unterrichtet ukrainische Gef lüchtete in Deutsch, zu Beginn erklärte, gebe es zwei Arten von Borschtsch. Das ukrainische Nationalgericht beinhalte neben viel Gemüse, Randen und manchmal auch gedörrten Zwetschgen Fleisch: Wenn kein Fleisch, dann in der vegetarischen Variante Steinpilze. Ein Musterkochen mit vorgängig gemeinsamem Einkaufen in Möhlin habe beim Deutschlehrer daheim stattgefunden. Das nach dem Kochen gemeinsame Essen der «Mustersuppe» habe nach Peter Bürgi die Frauen einander nähergebracht. Daraus ist die Kochgruppe entstanden, die diesmal für die zahlreichen Gäste im Beisein von Heidi Moosmann die vegetarische Suppe zur Fastenzeit vorbereitete. «Die Frauen wollen nun solche Events selbst stemmen», meint Bürgi.

Eine gemeinsame Kasse für gemeinsamene Unternehmen
Wie Pfarrer Niklas Raggenbass der NFZ erklärte, hüte man für gemeinsame, ökumenische Projekte ein gemeinsames Konto. Beispiele für die Verwendung dieses Geldes sind einerseits Gottesdienste mit jungen Musikanten, Sängerinnen oder dem Kinderchor. Diese könne man leichter unterstützen.

In den Genuss von Unterstützung gelangen aber auch ältere oder sich in Not befindende Leute wie auch Menschen mit einer Behinderung im Tal. Hier stellen die Unterstützungen etwas wie Sozialhilfe dar. Weiter weist Niklas Raggenbass bei der Unterstützungshilfe auch auf gef lüchtete Menschen Art hin. Dazu zählt er Menschen aus der Ukraine, die im Tal leben. Für diese Leute wird das diesjährige Spendengeld verwendet. Sammel- und Eventaktionen würden auch von verschiedenen Leuten im Tal unterstützt. Der Forst erhält spezielle Erwähnung. So will man die Menschen einander näherbringen.

Die Suppenmahlzeit rundete ein feines Kuchen- und Tortenbüffet, beigebracht von römisch-katholischen Leuten aus Zuzgen, ab. Viele Diskussionen der Besucherinnen und Besucher untereinander trugen zur sozialen Komponente des Events bei.


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote