Gross angelegte Übung im Wasserkraftwerk
Am Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt steht eine Revision bevor. Das wurde nun genutzt, um den Ernstfall zu proben. Rund 30 Rettungskräfte standen im Einsatz; von Schweizer Seite die Feuerwehr Rheinfelden.
Energiedienst hat im Rahmen der ...
Gross angelegte Übung im Wasserkraftwerk
Am Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt steht eine Revision bevor. Das wurde nun genutzt, um den Ernstfall zu proben. Rund 30 Rettungskräfte standen im Einsatz; von Schweizer Seite die Feuerwehr Rheinfelden.
Energiedienst hat im Rahmen der bevorstehenden Revision im Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt gemeinsam mit den örtlichen Einsatzkräften eine Personenrettungsübung aus einem Schacht und einer Turbine geübt. Insgesamt nahmen die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Rheinfelden, die Feuerwehr Schwörstadt, das Deutsche Rote Kreuz Rheinfelden (DRK) sowie Sanitäter (First Responder) aus Schwörstadt mit insgesamt 26 Personen an der Übung teil. Ohne Möhlin übrigens – das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt schweizerseits liegt auf Rheinfelder Boden. «Solche Übungen in den von Energiedienst betriebenen Kraftwerken gehören zum vorbeugenden Schutz vor Brand und Unfällen», teilt das Unternehmen mit. «Diese Trainings erfolgen regelmässig, um die Abläufe und das Zusammenspiel zu trainieren. Dadurch kann im Ernstfall eine funktionierende Rettungskette sichergestellt werden.»
Personenrettung aus dem Schacht
Um den Ernstfall zu proben, wurden zwei Übungen durchgeführt. Bei der ersten Übung wurde eine Übungspuppe im Saugrohr in zehn Meter Tiefe platziert. Die Rettung erfolgte über einen 15 Meter tiefen Steigschacht und sechs Meter langen horizontalen Stollen. Beim zweiten Szenario mussten zwei Personen unter den Turbinenlaufrädern über einen schmalen Zugang mittels einem Personenrettungskorb und Kran über die Zugangsöffnung für den Materialtransport geborgen werden.
Bei Eintreffen der Feuerwehr wurde der Einsatzleiter durch das Betriebspersonal eingewiesen. Während der Lageerkundung trafen neben den weiteren Einsatzkräften auch die Höhenretter der Feuerwehr Rheinfelden ein, die unverzüglich mit der Rettung der verletzten Person starteten. Aufgrund der knappen Platzverhältnisse im Schacht musste die Person mit einem Dreibein und Flaschenzug sowie einer speziellen für die Höhlenrettung entwickelter Rettungstrage geborgen werden.
Geforderte Rettungskräfte
Die Feuerwehr Schwörstadt übernahm die Rettung unter dem Laufrad der Turbine. Die Erst- und Notversorgung der Patienten erfolgte durch das DRK und die First Responder. «Dank Statisten wirkte die Szene sehr real und echt», heisst es in einer Mitteilung. «Dadurch waren auch die Rettungskräfte in ihrer Übung voll gefordert. Die Einsatzkräfte zeigten sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden.» Von der Alarmierung bis zur Rettung der Verletzten dauerte es 28 Minuten. (mgt/nfz)