Spendensammlung erzielte nicht das gewünschte Ergebnis
Derzeit wird das St. Anna-Loch in Rheinfelden von einer Tauchgruppe erforscht. Ein Spendenaufruf brachte zwar nicht den gewünschten Erfolg, doch das Projekt läuft weiter.
Valentin Zumsteg
Unzählige Medien haben bereits ...
Spendensammlung erzielte nicht das gewünschte Ergebnis
Derzeit wird das St. Anna-Loch in Rheinfelden von einer Tauchgruppe erforscht. Ein Spendenaufruf brachte zwar nicht den gewünschten Erfolg, doch das Projekt läuft weiter.
Valentin Zumsteg
Unzählige Medien haben bereits über das Projekt der Tauchgruppe xPloris beim Rheinfelder St. Anna-Loch berichtet. Vergangene Woche strahlte auch das Schweizer Fernsehen in der Sendung «Schweiz aktuell» einen Beitrag aus. Die Erkundung der sagenumwobenen Tiefe im Rhein zwischen den beiden Rheinfelden fasziniert viele Menschen.
Nur 6481 Franken
Die Tauchgruppe will viele Daten sammeln, ein 3-D-Modell des ganzen Unterwasser-Gebietes produzieren sowie Foto- und Videoaufnahmen erstellen (die NFZ berichtete). Das Material soll dem Fricktaler Museum und der Kantonsarchäologie zur Verfügung gestellt werden.
Die Taucherinnen und Taucher arbeiten ehrenamtlich, sie haben aber im Januar eine Spendenaktion auf der Plattform «wemakeit» lanciert, um Geld für die Ergänzung ihrer Ausrüstung zu sammeln. 15 000 Franken waren das Ziel, doch das wurde nicht erreicht. «6481 Franken sind über wemakeit zusammengekommen, ausserdem wollen uns noch diverse Vereine und Privatpersonen direkt unterstützen», erklärt Petar Ljubicic, der Initiant des Tauchprojekts.
«Eine gewisse Enttäuschung»
Weil damit die Zielsumme verfehlt wurde, wird das Geld, das über «wemakeit» eingegangen ist, wieder an die Spender zurückgesendet – so funktioniert diese Plattform. «Hier gilt leider das Prinzip ‹alles oder nichts›. Die direkten Spenden werden wir aber nutzen, um die nächsten Teilprojekte zu realisieren», sagt Ljubicic. Er verhehlt nicht, dass er mehr erwartet hatte: «Eine gewisse Enttäuschung ist natürlich da, wir haben aber sehr viele tolle Leute kennengelernt während der letzten Monate und wir bedanken uns für das grosse Interesse.» Wie geht es jetzt weiter? «Wir werden das Projekt sicher weiterführen, es begeistert uns nach wie vor sehr stark. Das Ziel bleibt das gleiche, der zeitliche Horizont wird sich aber höchstwahrscheinlich nach hinten verschieben», erklärt der erfahrene Taucher und Tauchlehrer. Ursprünglich sollte das Projekt innerhalb von wenigen Monaten abgeschlossen werden, jetzt wird es mehr Zeit in Anspruch nehmen. Ljubicic: «Erste Tests mit dem Multibeam-Sonar sind erfolgsversprechend, ein umfassendes 3D-Modell des St. Anna-Loches möchten wir bis zum Sommer realisieren.»