«Sackgeld – ja oder nein?»
05.03.2023 FrickIm Rahmen der Elternvorträge Regio Frick referiert am 9. März, 19.30 Uhr, Nadine Kaufmann von der Schuldenberatung Aargau-Solothurn in Frick zum Thema «Umgang mit Geld». Nebst dem Sackgeld geht es auch um den Jugendlohn. Nadine Kaufmann wird im Anschluss auch Fragen der Teilnehmer beantworten.
Der Vortrag wird von fünf Elternvereinen organisiert und steht allen Interessierten offen. Er findet im Oberstufenschulhaus Ebnet in Frick statt. (nfz)
«Wir haben keinen Gelddrucker im Keller»
Elternvereine laden zum Referat «Umgang mit Geld»
Wie lernen Kinder und Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld? Das Thema ist hochspannend und stets aktuell. Am Donnerstag, 9. März, 19.30 Uhr, referiert Nadine Kaufmann von der Budgetund Schuldenberatung Aargau-Solothurn in Frick und beantwortet die Fragen der Gäste.
Bernadette Zaniolo
«Sackgeld – ja oder nein?» «Jugendlohn – Umgang mit Geld früh gelernt.» Für die Organisatorinnen der Eltern-Vorträge Regio Frick war das diesjährige Thema «ziemlich schnell klar», sagt Victoria Eiselt von der Elterngruppe Kunterbunt (Herznach-Ueken). Dies auch, weil aus dem Elternverein Gipf-Oberfrick der Input für einen Vortrag zum Thema «Sackgeld und Jugendlohn» kam. Im Gespräch mit Verena Dernbach (Elternverein Frick), Arabella Kühn (Elternverein Gipf-Oberfrick) und Victoria Eiselt zeigt sich schnell, dass dies in den Familien unterschiedlich gehandhabt wird.
Victoria Eiselt hält fest, dass Jugendliche schnell in die Schulden geraten können und verweist auf eine SRF-Dokumentation zu diesem Thema, welche sie gesehen hat. Eiselt sagt, sie hätten ihren Kindern schon früh klar gemacht: «Wir haben keinen Gelddrucker im Keller.» Und beim Geld aus dem Automaten beziehen stelle sich – wie Verena Dernbach erwähnt – auch die Frage: «Wie kommt das Geld da rein?» Den Kindern und Jugendlichen müsse bewusst sein, was Geld wert ist und woher es kommt.
Zum Thema Ämtli im Haushalt übernehmen und dafür Geld zu bekommen, sagt Dernbach: «Es sollte doch selbstverständlich sein, dass jeder und jede anpackt.» Deshalb sieht sie das Sackgeld für anderes. Arabella Kühn erzählt aus ihrem Erziehungsalltag und dass ihre Tochter etwa von der Oma Taschengeld erhalten habe für das Mähen des Rasens. Im Gespräch erwähnt eine der Frauen auch, dass ihr die Tochter einen Muffin geschenkt habe, welchen sie spontan von ihrem Sackgeld kaufte.
Lustige Diskussion
Eine lustige Diskussion habe es auch gegeben, als es ums Schnuppern ging. Ein Mädchen fand, dass es ja zuhause als Hausfrau schnuppern könne. Die Mutter sagte ihr dann, dass dies bedeute, dass sie an diesem Tag alles machen müsse, was sie auch mache. Damit war das Thema, als Hausfrau zu schnuppern, beendet.
Während das Sackgeld schon in vielen Familien verankert ist, ist seit ein paar Jahren auch der Jugendlohn ein Thema; nicht nur die Höhe, sondern auch was die Jugendlichen damit selber bezahlen sollen. Die Sozialarbeiterin Nadine Kaufmann, welche bei der Budget- und Schuldenberatung Aargau-Solothurn als Präventionsverantwortliche zeichnet, wird die Themen in ihrem Referat beleuchten und anschliessend Fragen beantworten.
Eltern-Vorträge Regio Frick: Referat von Nadine Kaufmann am Donnerstag, 9. März, 19.30 Uhr, in der Aula, im Oberstufenschulhaus Ebnet in Frick; anschliessend Apéro. Der Eintritt kostet 15 Franken für Einzelpersonen oder 25 Franken pro Elternpaar. Die Elternvorträge werden von den Elternvereinen Frick, Gipf-Oberfrick, Oeschgen, Mettauertal sowie der Elterngruppe Kunterbunt Herznach-Ueken organisiert.

