Über 1700 Unterschriften für den Quartierladen
21.10.2022 Rheinfelden, WirtschaftPetition an den Stadtrat eingereicht
Die Kundinnen und Kunden kämpfen für ihren Denner im Rheinfelder Robersten-Quartier. Über 1700 Personen haben eine Petition für den Erhalt des Ladens unterzeichnet.
Valentin Zumsteg
Wie beliebt der Denner-Laden an der L’Orsa-Strasse in Rheinfelden ist, zeigt sich nicht nur am guten Geschäftsgang, sondern auch an den vielen Kundinnen und Kunden, die sich für ihren Quartierladen einsetzen. Am Mittwochnachmittag haben Franziska Wüthrich, Ursula Köfer und Sabine Dagrada dem Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin eine Petition für den Erhalt des Ladens eingereicht. Über 1700 Personen haben sie unterschrieben.
«Angewiesen auf unser Lädeli»
Die drei Frauen betonten bei der Übergabe die Wichtigkeit des Ladens für das Quartier und die Menschen, die dort wohnen. «Wir Unterschreibenden stehen hinter dem Standort und hinter den aktuellen Pächtern. Wir wollen zum Ausdruck bringen, dass wir auf unser Lädeli angewiesen sind und es behalten möchten», heisst es im Petitionstext.
Das Lebensmittelgeschäft ist gefährdet, weil es gemäss Stadt gewisse baurechtliche Vorgaben nicht einhält. Deswegen hat die Verwaltung verfügt, dass der Laden nicht mehr mit Lastzügen beliefert werden darf, die länger als zehn Meter sind. Zudem will die Stadt im Rahmen eines neuen Baugesuchs prü- fen, unter welchen Rahmenbedingungen das Geschäft weitergeführt werden kann (die NFZ berichtete). Ein Knackpunkt sind dabei unter anderem die Öffnungszeiten am Sonntag.
«Die Petition ist eindrücklich. Sie zeigt, wie wichtig der Laden für Rheinfelden und das Quartier ist», sagte Stadtschreiber Erdin. Er betonte, dass es auch dem Stadtrat ein Anliegen sei, den Laden zu erhalten. «Einige Rahmenbedingungen müssen dafür aber erfüllt sein. Es geht um die Öffnungszeiten, das Verkehrsauf kommen und die Anlieferung. Diese Punkte müssen so gestaltet sein, dass sie quartierverträglich sind», so Erdin.
Baugesuch noch nicht eingereicht
Über 1700 Unterschriften sind eine grosse Zahl, dennoch ist eine Petition rechtlich nicht bindend. «Es handelt sich um eine Bittschrift mit dem Anspruch, beantwortet zu werden. Sie dokumentiert aber sehr gut den politischen Willen», sagte Erdin.
Das Baugesuch, welches die Stadt verlangt, ist noch nicht eingereicht worden. Erdin geht aber davon aus, dass dies rechtzeitig erfolgt: «Wir führen Gespräche, um eine Lösung zu finden. Es handelt sich um ein laufendes Verfahren.»

