Mit dem Rad von Sulz nach Slowenien
13.09.2022 SulzDie RV «Helvetia» auf grosser Fahrt
Der RV «Helvetia» Sulz organisierte eine Rad-Fernfahrt von Sulz nach Koper in Slowenien. Der umgesetzte Plan war mit folgenden harten Fakten ambitiös: 5 Länder, 8 Tage, 16 Pässe, 1000 km und 17000 Höhenmeter.
Elf Rennradfahrer und eine Rennradfahrerin des örtlichen Veloclubs Sulz starteten ein spezielles Abenteuer mit den Fahrrädern ab Sulz. Ihr Gepäck wurde mit den Vereinsbussen von zwei Betreuern jeweils über die Etappenorte mitgeführt. Die Fahrt führte via Liechtenstein ins Bündnerland nach Sta. Maria. Nach dem Flüela- und Ofenpass wurde in der dritten Etappe über den Umbrail- und Stilfserjochpass gefahren, welcher mit einer Höhe von 2758 Metern über Meer den höchsten Punkt der Fernfahrt darstellte. Eindrücklich war, dass auf der Passhöhe bei bestem Wetter lediglich eine Temperatur von 6° Celsius herrschte, rund einer Stunde später nach der Abfahrt ins Tal bereits wieder 35° Celsius Hitze empfunden wurden.
Via Meran und Bozen führte die Route in Richtung Dolomiten. Auf dem Weg zu den drei Zinnen wurden die Pässe Pinei, Sellajoch, Pordoi, Tre Croci und Sant Angelo gefahren, bevor der Anstieg zum Touristenmagnet Tre Cime die Lavaredo in Angriff genommen wurde. Die Rennradfahrer wurden einerseits mit freier Durchfahrt hoch zu den markanten drei Zinnen belohnt sowie oben angekommen durch eine sensationell schöne Aussicht über die Dolomiten.
18 Prozent Steigung
Über österreichischen Boden wurde Tröpolach als Etappenort angefahren, von wo aus die sechste Etappe via Wurzenpass auf slowenisches Gebiet durch die Julischen Alpen erfolgte. Der Wurzenpass mit seinen lediglich 1073 Metern über Meer wurde auf Grund seiner extrem steilen Strasse mit bis zu 18 Prozent Steigung zur Herausforderung. Solch steile Steigungen in ähnlicher Länge sind im Fricktal nicht auffindbar. Nach dem Mittagshalt in Kransjka Gora führte der Weg über den Vrsˇicˇ-Pass hinunter durch das Naturschutzgebiet des Socˇa-Tals, wo auch Bären leben. Glasklare Bäche – ähnlich wie die Verzasca – bezauberten, mit dem Bär jedoch wurde keine Bekanntschaft gemacht. Ein Teil der Gruppe pedalte am Folgetag hoch zum Mangartpass, dem höchsten Pass Sloveniens. Die 25 km lange Bergfahrt bot erneut tolle Ausblicke in die teils unberührte, abgeschiedene Bergwelt. Leider konnten auf Grund eines Felssturzes die letzten 1500 Meter der Strasse nicht befahren werden. Die Eindrücke und Aussicht vom «Dach Sloveniens» waren dennoch lohnenswert.
Die achte und letzte Etappe führte von Gorizia nach Triest ans Meer, weiter der Küste entlang zur slowenischen Hafenstadt Koper. Am Zielort angekommen gönnten sich die Sportler in der malerischen Altstadt ein lokales Bier sowie – noch in den Fahrradhosen – ein Bad im Meer. Alle Teilnehmer der Fernfahrt erfreuten sich an der lobenswerten Gastfreundschaft während der Fahrt. Die Hotellerie wie auch das lokale Essen waren stets sehr gut. Die Strapazen der Anstrengungen der Fahrradfahrt waren auf dem Rückweg dem einen oder andern ins Gesicht geschrieben. Dies wird in ein paar Tagen vergehen. Bleiben werden jedoch viele tolle Eindrücke der durchfahrenen Landschaften, der schmucken Orte sowie der kameradschaftlich guten, wertvollen und wohl einzigartigen Velofahrt von Sulz nach Koper. (mgt)

