Spatenstich für ein neues Fricker Quartier
13.05.2022 FrickAuftakt zur Grossüberbauung Lammet
Mit dem Spatenstich für die ersten Mehrfamilienhäuser erfolgte gestern Donnerstag der Baustart zur Grossüberbauung Lammet. Die ersten der erwarteten rund 400 Bewohner sollen im Frühjahr 2024 in das neue Fricker Quartier einziehen können.
Simone Rufli
Ob alle Neuzuzüger sein werden oder ob es innerhalb von Frick eine Verschiebung gebe, werde sich zeigen, meinte der Fricker Vizeammann Gunthard Niederbäumer am Rand des Spatenstichs. Zur Schaufel griffen Vertreter der Gemeinde, der für die Vermarktung zuständigen Immobilien-Firmen Zehnder und Ackermann sowie der Bauherrschaft (Konsortium Lammet/ KMP-Architektur AG). Im Juni 2021 hat der Fricker Gemeinderat dem Konsortium Lammet die Baubewilligung erteilt. Aktuell sind die Installationsarbeiten im Gang. Als nächstes folgen der Aushub sowie die Bohrungen für die Erdsonden.
Das 2,5 Hektaren umfassende Gebiet hinter der Bahnlinie auf dem ehemaligen Gelände der Firma Stahlton ist schon seit längerem erschlossen. Es umfasst total 12 Baufelder, von denen beim vorliegenden Projekt 6 autonome Felder bebaut werden. Entstehen werden 98 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, 25 Reihen- und 10 Doppeleinfamilienhäuser; insgesamt 133 Wohneinheiten und 240 Einstellplätze in sechs autonomen Tiefgaragen. Die ersten Häuser sollen im Frühjahr/Sommer 2024 bezugsbereit sein.
Auf den ersten beiden Baufeldern (D und H) ist gemäss Alex Krauz (Geschäftsleitung KMP) bereits ein Drittel reserviert oder vorreserviert. Der Zeitpunkt, zu dem weitere Wohnungen und Häuser auf den anderen Baufeldern bezugsbereit sein werden, hänge vom Verkauf ab, so Adrian Ackermann (Ackermann Immobilien AG).
Im Zuge der im 2020 abgeschlossenen Erschliessungsarbeiten wurde eine Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie errichtet, so dass die künftigen Bewohner zwar von der Nähe zum Bahnhof profitieren, nicht aber vom Bahnlärm gestört werden. Die Attraktivität der Lammet beruht auf der Nähe zum ÖV genauso wie auf der grünen Umgebung. Dass zwischen Ziegeleiweiher und «Hundsrugge» trotz dichter Bebauung klare Regeln eingehalten und Grünräume ausgespart werden, dafür sorgte die Gemeinde frühzeitig mit der Gestaltungsplanpflicht. So wurden unter anderem Wohnhöfe, Gewässer, Baumalleen und Grünflächen in die Planung aufgenommen. Das Lammetbächli wurde offengelegt und unter der Strasse eine sichere Amphibienquerung eingebaut. Im Frühling 2020 war überdies der Grüngürtel entlang des Weiherwegs abgeholzt und der Zugang zum Weiher offengelegt worden.
Die Gemeinde setzte auch durch, dass die Bebauung der Lammet vom bestehenden Wohngebiet am Weiherweg aus erfolgt. Mit der Pflicht zur Anbindung an die bestehende Siedlung soll verhindert werden, dass irgendwo isoliert Satelliten entstehen.

