Ukraine-Flüchtlinge wohnen im ehemaligen Altersheim

  01.04.2022 Rheinfelden

Stadt ist auch im Gespräch mit der Eigentümerin des Dianaparks

Aktuell sind offiziell 34 ukrainische Flüchtlinge in Rheinfelden untergebracht. Freie Zimmer gibt es im ehemaligen Alters- und Pflegeheim Kloos. Auch andere Liegenschaften werden geprüft.

Valentin Zumsteg

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges beschäftigen die Verantwortlichen der Stadt Rheinfelden. «Bis heute sind 34 ukrainische Flüchtlinge, darunter 9 schulpflichtige Kinder, in Rheinfelden untergebracht», erklärt Stadtschreiber Roger Erdin. «Zwei Personen wurden durch den Kantonalen Sozialdienst in der Unterkunft im ehemaligen Altersund Pflegeheim Kloos platziert. Alle übrigen Personen wohnen in Privatliegenschaften.»

Kloos und HPS
Die tatsächliche Zahl von ukrainischen Flüchtlingen in Rheinfelden könnte aber deutlich höher liegen. «Bisher nicht in Erfahrung bringen konnten wir, wie viele Rheinfelder Privathaushalte sich bereits für die Aufnahme von Flüchtlingen anerboten haben», führt Erdin aus. Ebenfalls noch offen ist, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird. «Mitte März war zu lesen, dass Justizministerin Karin Keller-Sutter mit bis zu 60 000 Flüchtlingen aus der Ukraine rechnet. Das würde bedeuten, dass wir in Rheinfelden von gegen 100 Personen ausgehen müssten», so Erdin.

Die Stadt verfügt über mehrere eigene Liegenschaften, welche sie dem Kanton als mögliche Flüchtlingsunterkünfte gemeldet hat. In erster Priorität sind dies freie Zimmer im ehemaligen Alters- und Pflegeheim Kloos an der Kaiserstrasse 34 sowie das Gebäude der ehemaligen Heilpädagogischen Schule (Dr. Max-Wüthrich-Strasse 2). «Letzteres wurde bereits einmal zusammen mit dem Kanton für die Unterbringung von Flüchtlingen geprüft. Für den Fall, dass die Zahl der aufzunehmenden Flüchtenden sehr gross wird, haben wir bereits Kontakt mit der Eigentümerschaft privater Unterkünfte.»

Immobilienfirma stellt zwei Wohnungen zur Verfügung
Ein Leserbriefschreiber hatte vergangene Woche angeregt, dass die Stadt leere Wohnungen bei der Überbauung Furnierwerk für Flüchtlinge aus der Ukraine anmietet. Wie Erdin ausführt, ist das kein Thema für die Stadt. «Wir wissen aber, dass die Densa Immobilien AG von sich aus zwei möblierte Wohnungen kostenlos zur Verfügung gestellt hat.»

Eine andere Idee ist, dass die Wohnungen, die derzeit im Zusammenhang mit der geplanten Totalsanierung der Überbauung Dianapark bereits leer stehen, für Flüchtlinge genutzt werden könnten. Da die Sanierungsarbeiten erst im April 2023 beginnen sollen, wäre eine Zwischennutzung denkbar. Erdin: «Wir stehen diesbezüglich bereits seit einiger Zeit in Kontakt mit der Eigentümerin.»


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