Magden braucht das nicht
12.04.2022 Leserbriefe, MagdenZum Gastbeitrag von Peter Haller, NFZ vom 7. April 2022
Mit grossem Interesse habe ich den Artikel von Herrn Peter Haller gelesen. Ich verstehe: Weil Herr Haller vor 40 Jahren willkommen geheissen wurde, soll jetzt der Bünn vollgebaut werden und zwar nachhaltig. Das Wort nachhaltig wird erstaunlich oft in seinem Artikel verwendet. Da ist Misstrauen angebracht. Nachhaltig wäre es, wenn das Areal zum Beispiel mit hochstämmigen Obstbäumen bepflanzt würde.
Genau wie Herr Haller bin ich mit meiner Familie Anfang der 1980er-Jahre nach Magden gekommen. Land und Leute haben uns gut gefallen. Wir hatten eine gute Zeit. Vor wenigen Jahren haben wir uns von Magden verabschiedet, nachdem der Eigenmietwert unserer Immobilie drastisch erhöht worden war.
Obgleich ich nicht mehr in Magden wohne, appelliere ich aus Sympathie an die Vernunft der Magdener Einwohner, den Charakter ihres Dorfes zu bewahren und den Leuten, die ewiges Wachstum predigen, nicht zu vertrauen. Die Einzonung des Bünn muss unbedingt abgelehnt werden. Zukünftige Generationen werden dafür dankbar sein.
HORST SAGE, BADISCH RHEINFELDEN
