Ein Zeichen für den Frieden

  15.03.2022 Rheinfelden

Kundgebung in Rheinfelden: «Nein zum Krieg – Solidarität mit der Ukraine»

Am Samstagnachmittag organisierten die beiden Rheinfelden beim deutschen Zoll an der alten Rheinbrücke eine grenzüberschreitende Solidaritätskundgebung. Rund 400 Personen nahmen daran teil und setzten ein Zeichen für die unter dem Krieg leidende ukrainische Bevölkerung.

Janine Tschopp

«Wir wollen einfach, dass Frieden ist», sagte ein Mädchen, das an der Kundgebung von Samstagnachmittag in Rheinfelden dabei war. Sie und zwei andere Kinder haben aus Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung Tafeln in den entsprechenden Landesfarben und mit dem Friedenszeichen gebastelt. «Ich bin hier, um die Solidarität mit der Ukraine zu unterstützen und um zu zeigen, dass Europa eine Einheit ist», betonte eine Frau.

Insgesamt waren rund 400 Personen bei der grenzüberschreitenden Kundgebung «Nein zum Krieg – Solidarität mit der Ukraine» zugegen. Die Solidaritätsveranstaltung wurde bei der alten Rheinbrücke, beflaggt mit ukrainischen Fahnen, in Rheinfelden durchgeführt und durch die beiden Schwesternstädte organisiert.

Seit 1945 im Frieden
«Wenn wir uns hier auf der alten Rheinbrücke treffen, wird normalerweise gefeiert: Silvester, Fasnacht, Brückensensationen und so weiter», betonte Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden (Schweiz), in seiner Ansprache. Seit 1945 habe man in grossen Teilen Europas in Frieden gelebt. «Eine so lange Zeit, dass wir uns gar nichts anderes mehr vorstellen konnten.» Das sei nun nicht mehr so. «Heute sind wir hier, um uns gegen einen Krieg auszusprechen, der die Ukraine aufgrund einer massiven Militäroffensive von Russland innert weniger Tage in eine humanitäre Katastrophe gestürzt hat», führte Mazzi weiter aus. Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Badisch Rheinfelden, äusserte sich in seiner Rede so: «Es ist unfassbar, aber es ist Realität geworden.» Der Krieg in der Ukraine betreffe uns alle. Es handle sich hier um einen eklatanten Verstoss gegen das Völkerrecht. Eberhardt rief die Teilnehmer der Kundgebung dazu auf, den Menschen, welche aus dem Kriegsgebiet kommen, zu helfen. «Willkommen in Rheinfelden. Unsere Solidarität haben Sie», sagte er zu den Betroffenen.

Ein kraftvolles Zeichen setzen
Es sei jetzt wichtig, ein kraftvolles Zeichen für die Menschen in der Ukraine zu setzen, erklärte auch Sabine Hartmann-Müller, Landtagsabgeordnete Baden-Württemberg. «Ein Zeichen des Zusammenhalts in diesen dunklen Zeiten.» Weiter führte Hartmann-Müller aus: «Wir stehen hinter der Ukraine auf allen Ebenen. Der Landtag Baden-Württemberg verurteilt diesen Angriffskrieg und fordert den Abzug der russischen Truppen.» Nun brauche es Menschen mit grossem Herzen, welche Flüchtende aufnehmen. «Mit dieser Kundgebung können wir zeigen, dass wir den Krieg so nicht hinnehmen wollen», betonte auch Karin Paulsen-Zenke, Gemeinderätin Badisch Rheinfelden.

Die Heimat ist zerstört
An der Veranstaltung sprach auch ein Mann, der vor einem Monat noch in Frieden in der Ukraine wohnte. Russland und die Ukraine seien Brudervölker gewesen. Seine Heimat sei nun zerstört worden. «Wir werden Putins Aggression nie verzeihen», sagte er. Er sei dankbar, dass die Stadt Rheinfelden ihn aufgenommen habe. «Danke für die Herzlichkeit und für die Hilfsbereitschaft und danke, dass meine Kinder nun ruhig einschlafen dürfen und in Sicherheit sind.»


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