Zaraz will Restaurant im «B15» abgeben

Do, 25. Nov. 2021

Die Corona-Pandemie hat für die Rheinfelder Zaraz GmbH vieles verändert. Das Unternehmen will das Restaurant im Dienstleistungszentrum «B15» abgeben und sich auf andere Bereiche konzentrieren.

Valentin Zumsteg

Es hat schon einige Wechsel im Restaurant des Dienstleistungszentrums «B15» gegeben, jetzt zeichnet sich der nächste ab: Die Zaraz GmbH, welche den Betrieb an der Baslerstrasse in Rheinfelden seit 2015 pachtet, sucht einen Nachfolger für das Lokal mit seinen über 110 Plätzen im Innenbereich. «Es gibt zeitlich keinen Druck. Wir geben das Restaurant in neue Hände, sobald wir einen passenden Interessenten gefunden haben», erklärt Geschäftsführer und Inhaber Araz Abram.

«Vermehrt selbst in der Küche stehen»
Der 42-Jährige will sein Unternehmen, das in der Vor-Corona-Zeit ein starkes Wachstum verzeichnete und aktuell knapp 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt, neu ausrichten. Künftig sollen die Bereiche Catering sowie Mittagstisch/Personalrestaurants wieder verstärkt im Zentrum stehen, wie das zu Beginn der Fall war. «Wir spezialisieren uns im Zusammenhang mit Mittagstischen auf Kinderernährung.» Auch den «Zaraz Garten» im Rheinfelder Augarten behält er bei, dort bietet er Take-Away und Heimlieferungen von italienischen, orientalischen und asiatischen Speisen an. Dieser Geschäftszweig, den er vor gut einem Jahr startete, hat sich sehr erfreulich entwickelt. Künftig will er zudem eigene Produkte vermarkten.

Nebst unternehmerischen Überlegungen gibt es persönliche Gründe für die eingeschlagenen Schritte. So möchte Araz Abram künftig wieder etwas mehr Zeit für seine beiden Kinder und seine Eltern haben. «Ich arbeite derzeit sowohl im Restaurant als auch für das Catering je rund 100 Prozent. So komme ich fast jeden Tag auf 16 bis 18 Arbeitsstunden. Das soll ein bisschen weniger werden. Ich will auch wieder vermehrt selbst in der Küche stehen, das ist jetzt fast nicht mehr möglich. Die Büroarbeit hat stark zugenommen.» Gleichzeitig möchte er sich politisch und ehrenamtlich engagieren, dies als Ausgleich zur Arbeit.

«Grössere Anlässe werden schon wieder abgesagt»
Abram macht keinen Hehl daraus, dass die Corona-Pandemie seinen Betrieb hart getroffen hat – so wie die ganze Gastronomie-Branche. «Hätten wir nicht über genügend Eigenmittel verfügt, wären wir wohl Konkurs gegangen.» Die Monate August, September und Oktober seien im Catering gut gewesen; aber noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. «Jetzt werden grössere Anlässe schon wieder abgesagt», bedauert der umtriebige Geschäftsmann. Im Restaurant habe sich die Zertifikats-Pflicht negativ ausgewirkt. «Wenn von vier Bürokollegen einer nicht geimpft ist, dann gehen alle nicht ins Restaurant», gibt er ein Beispiel für die aktuelle Entwicklung.

Trotzdem blickt er positiv in die Zukunft. Er sieht immer wieder Möglichkeiten, um seinen Betrieb weiterzuentwickeln. Abram glaubt auch, dass das Lokal im «B15» eine gute Zukunft hat, wenn sich ein Gastgeber ganz auf diesen Betrieb konzentrieren kann und Qualität zu einem fairen Preis bietet. Interessenten gibt es bereits, Araz Abram hat schon einige Gespräche geführt. Er geht davon aus, dass es im kommenden Frühjahr zum Wechsel kommen wird.

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