Sicherer, aber nicht weniger Stau

Fr, 08. Okt. 2021
Die Steuerung der Laufenburger Ampelanlage muss eine Vielzahl von Situationen aufeinander abstimmen. Foto: Susanne Hörth

Seit der Sanierung der Laufenburger Innerortsstrasse hat sich einiges verändert

Nach wie vor vorhanden, aber nicht mehr direkt im Zentrum von Laufenburg, sind lange Staus an den Morgen und Abenden. Für eine Verbesserung des Verkehrsflusses will der Kanton beim Kreisel ein Bauprojekt ausarbeiten lassen.

Susanne Hörth

«Die neue Ampelanlage ist wirklich super», sagte René Leuenberger bei der Einweihung der sanierten Laufenburger K130 überzeugt zur NFZ. Der Laufenburger Gewerbetreibende war lange ein grosser Befürworter eines Kreisels bei der Kreuzung von der Baslerstrasse in die Kaisterstrasse. Mittlerweile beeindruckt vom Lichtsignal gesteuerten Verkehr, erwähnte er auch die zahlreichen «Schlaufen», die für die Anlage nötig sind. Diesen Begriff erklärt Daniel Mathys, Projektleiter des Kantons: «Die vielen Detektorschleifen dienen zur Steuerung der Lichtsignalanlage. Sie können im weiteren Kreuzungsbereich auch stehenden Verkehr registrieren und die Ampelanlage entsprechend auf Grün schalten.» Bei der Laufenburger Anlage muss die Steuerung zwölf Fahrtrichtungen, drei Busbeziehungen, drei Fussgängerquerungen sowie die Barriereanlage der SBB aufeinander abstimmen, geht der Projektleiter auf die Herausforderungen im Kreuzungsbereich ein. Beim erwähnten Bahnübergang befindet sich von Kaisten herkommend ebenfalls eine Ampel. «Sie verhindert das Überstauen der Gleise.» Darauf angesprochen, ob seit der Inbetriebnahme schon Anpassungen bei der Abstimmung der Rot- und Grünphasen vorgenommen wurden, meint Mathys: «Aufgrund von Rückmeldungen aus Laufenburg sowie von eigenen Beobachtungen wird die Anlage, wo nötig, noch nachjustiert.»

Nach wie vor Stau
Die umfassende Sanierung hat in Sachen Verbesserung der Verkehrssicherheit viel gebracht. Mathys spricht unter anderem die sicheren Fussgängerquerungen oder auch die verbesserte Situation für abbiegende Fahrzeuge an. «Die ersten Erfahrungen zeigen, dass es im Zentrumsbereich kaum mehr stehende Kolonnen während der Pendlerzeiten gibt.» Das betont Stadtrat Christian Rüede ebenfalls. Wie Mathys weiss aber auch er, dass die täglichen Staus am Morgen und am Abend nach wie vor vorhanden sind. «Wir haben immer darauf hingewiesen, dass sich durch die Sanierung das Stauproblem, welches wir bereits vor der Sanierung hatten, nicht auflösen wird.» Bei der Anzahl von täglich 17 000 bis 20 000 durchfahrenden Fahrzeugen habe sich nichts geändert. «Aufgrund der Sanierung hat sich der Stau nun etwas in Richtung Westen verlagert.»

Laut Rüede könnte eine Umfahrung bei der nach wie vor herrschenden Stauproblematik zur Entspannung beitragen. Eine zurzeit eher utopische Idee, weiss er. Für die Reduktion des Verkehrs würde auch der Halbstundentakt Basel – Laufenburg viel beitragen. Mit diesem könnten viele Pendler auf den öV umsteigen. Eine weitere Erleichterung wäre der schon länger immer wieder diskutierte Rheinübergang in Sisseln mit direkter Anbindung an die A98 auf deutscher Seite, welche in Laufenburg der Grenzverkehr reduzieren würde, ist Rüede überzeugt.

Ein weiterer Ausbau der Kantonsstrasse im Laufenburger Zentrum sei nicht möglich, erklärt Daniel Mathys. Ergänzt aber: «Im Bereich des Kreisels Zoll wurden Studien zur Verbesserung des Verkehrsflusses gemacht. Die Abteilung Tiefbau beabsichtig, ein Bauprojekt ausarbeiten zu lassen.»

Category: 

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses