Stadt startet Digital-Offensive

Do, 23. Sep. 2021
Auch im Digitalen bleibt das Ziel das Gleiche: mehr Menschen ins Städtchen holen. Roger Erdin, Rahel Toff, Corinne Caracuta und Melanie Schwegler haben die Pläne vorgestellt. Foto: Valentin Zumsteg

Was gibt es alles in Rheinfelden? Die Antwort auf diese Frage soll künftig im Internet einfacher zu finden sein. Das Städtchen will im Netz besser wahrgenommen werden.

Valentin Zumsteg

Was nützt das beste Angebot, wenn fast niemand weiss, dass es besteht. Diese Überlegung beschäftigt die Verantwortlichen des Rheinfelder City-Managements, der Stadt, des Tourismus und der Detaillistenvereinigung Pro Altstadt. «Eine Umfrage eines Marktforschungs-Instituts hat 2020 ergeben, dass rund 60 Prozent der Leute ins Internet gehen, um sich einen Überblick zu verschaffen, bevor sie ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung beziehen», erklärte Stadtschreiber Roger Erdin am Dienstag anlässlich einer Medieninformation. Deswegen sei es für die Stadt wichtig, dass sie im Internet gut sichtbar ist und die Angebote gefunden werden.

An einem Ort
«Man findet zwar heute schon alles irgendwo im Internet. Das Zentrale bei diesem Projekt ist aber, dass Nutzer nicht alles irgendwo finden, sondern zentral an einem Ort», führte Rahel Toff von der Tourismus-Organisation aus. Diese zentrale Anlaufstelle soll die Webseite von Tourismus Rheinfelden sein, auf der alle Inhalte gespeichert und einsehbar sind. «Die Seite ist beliebig erweiterbar. Es kann sehr einfach und schnell eine eigene Seite zum Beispiel für ein Ladengeschäft erstellt werden», sagte Toff. Auf einem neuen Blog auf der Seite sollen zudem Geschichten zu touristischen Erlebnissen geschildert werden. Diese können dabei helfen, die Platzierung in Suchmaschinen zu verbessern.

Der zweite Punkt in dieser Digital-Offensive ist ein neuer zentraler Veranstaltungskalender. Hier arbeitet die Stadt neu mit der Firma Eventfrog aus Olten zusammen. «Die Registrierung ist sehr einfach und kostenlos. Auch ein Kalendereintrag kann gratis erstellt werden», so Toff. Zudem lässt sich über Eventfrog der Vorverkauf abwickeln, wenn dies gewünscht ist. Bis zu einem Ticketpreis von 75 Franken ist dies kostenlos.

Digitale Gutscheine
Die dritte Neuerung betrifft die Einkaufsgutscheine von Pro Altstadt. Bislang setzte der Verein hier auf die Boncard, die man physisch aufladen und einlösen muss. Die neue Gutschein-Lösung kann hingegen sowohl vor Ort als auch digital gekauft, bezahlt und ausgedruckt werden. «Die Abwicklung der Kosten und die Verteilung des Geldes an die Läden, bei denen der Gutschein eingelöst werden kann, sind sehr einfach», betonte City-Managerin Corinne Caracuta. «Für die teilnehmenden Geschäfte ist das eine grosse Erleichterung», ergänzte Melanie Schwegler von Pro Altstadt. Die Verantwortlichen der Arbeitsgruppe hoffen, dass künftig deutlich mehr Betriebe die Gutscheine akzeptieren als heute. Bis Ende November sollen die neuen Gutscheine verfügbar sein, auch der neue Veranstaltungskalender soll dann in Betrieb gehen. Die Webseite des Tourismus wird bereits jetzt laufend erweitert.

«Diese drei Bereiche ergänzen sich gegenseitig. Wichtig dabei ist, dass die digitalen Kanäle nicht die analogen Kanäle oder den Gang ins Geschäft verdrängen sollen», hielt Caracuta fest. Ziel sei es vielmehr, die Menschen abzuholen, welche vermehrt digital unterwegs sind, und sie ins Städtchen zu bringen.

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