Museumsprojekt geht in die nächste Runde

Di, 14. Sep. 2021
So könnte das neue Museum aussehen: Entwurf für die Weiterentwicklung. Visualisierung zVg

Viel Zuversicht bei den verantwortlichen Stellen

Die Generalversammlung des Museumsvereins Laufenburg stand ganz im Zeichen der Neuauflage der geplanten Sanierung und Erweiterung des Museums «Schiff».

Dieter Deiss

Anfangs 2020 haben die Mitglieder der Laufenburger Ortsbürgergemeinde im Rahmen einer Referendumsabstimmung den beantragten Baubeitrag verworfen. Nun präsentierte der Vorstand erste Ergebnisse eines Studienauftrags für die Weiterbearbeitung des Projekts. Dominik Hunziker von Lenzin Partner Architekten zeigte die wichtigsten Änderungen im Vergleich zum ursprünglichen Vorhaben auf. Ins Auge sticht dabei sogleich die neue, behindertengerechte Erschliessung direkt über die Fischergasse. Möglich wurde dies durch den Verzicht der Salmfänger auf eine Verlängerung ihres Mietvertrags. Eine Treppe und ein Lift führen dann hinauf bis ins zweite Dachgeschoss. Der bisherige Eingang von der Fluhgasse her dient noch als Fluchtweg und als Zugang zur Taverne. Die Küche wird zur Taverne hin geöffnet, was die Schaffung eines Mehrzweckraums ermöglicht. Das Höfli wird nur noch eingeschossig überbaut.

Neue Erschliessung
«Es war eine glückliche Fügung, dass das Projekt nochmals neu überdacht werden konnte», meinte Fabian Furter vom Planungsbüro «imRaum». Der neue Zugang über die Fischergasse bringe einen grossen Gewinn. Dieser trage viel zur Belebung der Altstadt bei. Bar und Grotte der Salmfänger bieten grosse Möglichkeiten für den Museumsbetrieb. Fallen gelassen wurde die geplante Integrierung des Tourismus-Büros. Furter brachte stattdessen die Idee eines Museums-Shops ins Spiel, der direkt neben dem Eingang platziert werden könnte. Bedingt durch die neuen Grundrisse habe man das gesamte Konzept überarbeitet, betonte Furter und wies gleichzeitig darauf hin, dass mit den gezeigten Plänen und der Visualisierung ein erster Entwurf vorliegt, der für die Weiterentwicklung zusammen mit den Fachplanern und der Denkmalpf lege dient.

Projektleiter Joe Schnetzler skizzierte das weitere Vorgehen: Bis Ende Jahr soll das definitive Projekt samt Kostgenberechnung vorliegen. Er hofft, dass im Juni kommenden Jahres Einwohnergemeinde und Ortsbürgergemeinde über die Mitfinanzierung beschliessen können. Bei einem Baubeginn im Herbst ist eine Eröffnung des neuen Museums im Jahr 2023 angedacht. Damit das Vorhaben breiter abgestützt ist, wurde das Projektteam erweitert mit Martin Leuenberger von der Zunft, Rudolf Lüscher vom Rehmann-Museum und als Vertreter der Ortsbürgerkommission, Gabi Schäuble, stellvertretende Bürgermeisterin (Laufenburg DE) und einem noch zu benennenden Stadtratsmitglied.

Aus der Mitte der Versammlung wurden die drei an der Versammlung anwesenden Kandidaten für den Stadtrat um ihre Meinung gebeten. Stadtammann Herbert Weiss bezeichnete das überarbeitete Projekt als gelungen. Auch Vizeammann Meinrad Schraner äusserte sich positiv dazu. Stadtratskandidat Patrick Bernhart mochte sich nicht festlegen, bevor er die Kostenfolgen kennt.

Vorstandswahlen
Diskussionslos genehmigt wurden die von Joe Schnetzler präsentierten Jahresrechnung und Budget, sowie der von Vereinspräsident Hannes Burger verlesene Jahresbericht. Dieser wies insbesondere auf das neu geschaffene Aussenlager in der Zivilschutz-Anlage in Rheinsulz hin. Problemlos gingen die statutarischen Wahlen über die Runde. Gewählt wurden die Bisherigen Hannes Burger, Ariane Dannacher, Joe Schnetzler, Ilse Jehle, Erich Lauber und Daniel Waldner. Mit Anita Stocker und Felix Morsdorf erhält der Vorstand neue Kräfte. Wiedergewählt wurde Hannes Burger als Präsident.

Nachdem die aktuelle Ausstellung im November ausläuft, plant man für nächstes Jahr eine Ausstellung in deren Mittelpunkt der Rhein und seine Fischer, Flösser und Schiffer stehen werden. Aber auch der Rhein als Handelsweg soll dargestellt werden, genauso wie die Wetterextreme mit ihren Hochwassern. «Die Ausstellung wird von der Vergangenheit in die Gegenwart führen», erzählte Kuratorin Ariane Dannacher. Die Eröffnung sei auf Februar 2022 vorgesehen.

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