Vitamin P-eperoni

Fr, 23. Jul. 2021
Peperoni wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, fördert die Bildung von Magensaft und wirkt antibakteriell – zudem gilt das Gemüse als appetitanregend. Foto: zVg

Im Salat, aus dem Ofen oder vom Grill: immer ein Leckerbissen

Von allen Gemüse ist die Peperoni das vitaminreichste und enthält als eines der wenigen Vitamin P, das den Kreislauf fördert. In der Schweiz ist die Peperoni äussert beliebt und belegt hinter den Rüebli und Tomaten den dritten Platz in der Gemüse-Hitparade.

Fast 5,5 Kilogramm pro Kopf und gesamthaft rund 46 000 Tonnen Peperoni hat die Schweizer Bevölkerung letztes Jahr verspeist. In der Schweiz wird das Gemüse allerdings nicht im grossen Stil angebaut: Die Peperoni ist im Anbau relativ anspruchsvoll, liebt es warm, sonnig und zudem windgeschützt. Der Peperoni-Anbau ist in der Schweiz entsprechend nur in Gewächshäusern möglich und das Gemüse kommt von Juni bis September frisch in die Läden und auf den Teller.

Rund 97 Prozent der in der Schweiz konsumierten Peperoni werden importiert. Die Hauptanbaugebiete liegen in Ungarn, Spanien, Israel, Griechenland, Türkei, in den Gebieten des ehemaligen Jugoslawien, aber auch in den gemässigten, tropischen Zonen von Afrika und Südamerika.

Columbus’ Sämlinge
Die Herkunft der Peperoni ist umstritten, liegt höchstwahrscheinlich aber in Zentral- und Südamerika. Es wird vermutet, dass mit dem Ende der zweiten Reise von Christoph Columbus die ersten Sämlinge des «Pimiento de las Indias», des indianischen Pfeffers, von Kolumbien nach Spanien gelangten. Von dort breitete sich die Pflanze gegen Ende des 16. Jahrhunderts sehr schnell über die gemässigten und warmen Klimazonen Südeuropas aus. Besonders in Ungarn wurde die Kultivierung des roten Nachtschattengewächses vorangetrieben und zur Zuchtpflanze veredelt. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges blieb die Peperoni bei uns aber noch praktisch unbekannt. Der Tourismus in südliche Länder hat die Peperoni schliesslich auch in die Schweiz gebracht, wo sie sich immer grösserer Beliebtheit erfreute. Die Peperoni hat ihren Weg in die Schweiz also durch die Italiener gefunden. Deshalb heisst das Gemüse hierzulande auch Peperoni und nicht wie in Deutschland Paprika.

Farbenprächtige Vitaminbombe
Peperoni enthält von allen Gemüsen am meisten Vitamine und daneben viele Ballaststoffe. Es gibt, je nach Reifestadium, grüne, gelbe und orange Peperoni – der Vitamin-Cund Zuckergehalt ist in der roten Peperoni aber am höchsten. Neben Vitaminen gehören Carotine, Flavonoide und Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Zink und Magnesium zu den Inhaltsstoffen der Peperoni.

Peperoni kann als Gemüse gegessen oder als Gewürz eingesetzt werden. Das Gemüse kann als Rohkost, beispielsweise in Salat, genossen werden. Genauso gut eignet sich die Peperoni aber auch zur Zubereitung im Ofen oder auf dem Grill. Die schärferen Formen werden häufig getrocknet und als mehr oder weniger scharfes Gewürzpulver angeboten. (lid.ch)

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