Laienkultur fördern

Di, 13. Jul. 2021

Eine Strukturanalyse beschreibt erstmals die Situation der kantonalen Laienkultur, um daraus Erkenntnisse für das neue Kulturkonzept 2023–2028 zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurden die sechs wichtigsten Verbände der Laienkultursparten Blasmusik (Aargauischer Musikverband), Chor (Aargauischer Kantonalgesangsverein), Theater (Aargauischer Theaterverband), Trachten (Aargauischer Trachtenverband), Jodeln (Nordwestschweizer Jodlerverband, Teilverband Aargau) und Museen/ Sammlungen (Verband Aargauer Museen und Sammlungen) sowie deren Mitgliedervereine befragt.

Im Kanton Aargau vereinigen die befragten Verbände insgesamt 595 Laienkulturvereine mit rund 11 000 Mitgliedern. Die meisten Vereine sehen sich gut bis sehr gut in der Bevölkerung verankert. Ein Grossteil der Vereine beurteilt die finanzielle Situation als zufriedenstellend bis stabil, fürchtet jedoch eine künftige Verschlechterung aufgrund der Corona-Pandemie sowie des anhaltenden Mitgliederrückgangs. Letzterer ergibt sich meistens wegen der Schwierigkeiten hinsichtlich der Nachwuchsförderung. So fällt es vielen Vereinen schwer, jüngere Mitglieder und geeignete Personen für die Leitungsfunktionen zu finden.

In den meisten Vereinen nimmt das operative Geschäft eine zentrale Funktion ein, strategischen Fragen hingegen schenkt man in der Tendenz wenig Beachtung. Viele Verbände und Vereine würden eine intensivere spartenübergreifende Zusammenarbeit sehr begrüssen.

Die Strukturanalyse Laienkultur zeigt Problemfelder, Chancen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen und Themen auf. Sie liefert damit wichtige Ansatzpunkte für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung in den Verbänden und Vereinen sowie eine gute Grundlage für die Überlegungen und Diskussionen im Zusammenhang mit der für Herbst/ Winter 2021/22 geplanten Erarbeitung des Kulturkonzepts des Kantons Aargau 2023–2028. (nfz)

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