BLKB investiert mehrere Millionen im Fricktal

Sa, 24. Jul. 2021
In Kürze wird der neue Standort in Rheinfelden bezogen, der definitive Standort in Frick folgt im Jahr 2023. Foto: Archiv NFZ

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB), seit diesem Jahr mit eigenen Geschäftsstellen und Personal im Fricktal aktiv, ist erfolgreich unterwegs. Sie erzielte insgesamt einen Geschäftserfolg von 85,4 Millionen Franken.

Mit Innovation und Nachhaltigkeit will die BLKB, welche ihren Kernmarkt im Baselbiet hat, ihre Zukunftsfähigkeit sicherstellen. Durch interne Effizienzsteigerungs- und Digitalisierungsvorhaben sowie neue Innovationsprojekte will die Bank die Erträge von morgen sicherstellen.

Offensive im Fricktal
Weiteres Wachstum will die BLKB durch die Ausweitung des Filialnetzes im Fricktal erreichen. Die BLKB startete Anfang Jahr mit insgesamt 15 Beraterinnen und Beratern für Privat- und Unternehmenskunden an je einem provisorischen Standort in Frick und Rheinfelden. Während die BLKB-Niederlassung in Rheinfelden bereits im Spätherbst 2021 an ihren definitiven Standort an der Bahnhofstrasse 26 ziehen wird, konnte nun auch für die BLKB in Frick ein zentral gelegener definitiver Standort gefunden werden. Ab 2023 ist die BLKB an der Hauptstrasse 41 in Frick präsent. Die Rekrutierung der neuen Beratungsteams im Fricktal hat Auswirkungen auf die Personalkosten: Diese steigen insgesamt um 4,5 Millionen Franken an, wobei ein Teil der zusätzlichen Personalkosten auch auf Investitionen in Innovationsprojekte zurückzuführen ist. Der Personalaufwand wirkt sich in der Steigerung des Geschäftsaufwands auf 95,3 Millionen Franken aus. Die BLKB geht davon aus, dass diese Kostenausweitungen mittelfristig einen positiven Effekt auf die Erträge haben werden.

Dem schwierigen Zinsumfeld und den sich verändernden Gegebenheiten im Bankenumfeld will die BLKB Rechnung tragen, indem sie wichtige Weichen für die Zukunft stellt: «Wir sind dabei, unser Geschäft anders auszurichten und uns von der historisch bedingt starken Abhängigkeit vom Zinsgeschäft zu lösen», sagt CEO John Häfelfinger. «Das Zinsgeschäft läuft nach wie vor gut, doch wir stärken die Beratung mit bewussten Investitionen.» Dieser strategisch motivierte Fokus auf die Beratung ist personalintensiv. Die BLKB investiert daher viel in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden und bildet sie beispielsweise in der Privatkundenbetreuung zu diplomierten Finanzberaterinnen und Finanzberatern IAF aus. Inzwischen konnten 54 Prozent dieser Kundenberatenden die Ausbildung abschlies sen oder werden sie im zweiten Halbjahr 2021 abschliessen.

Damit kann auch der Geschäftserfolg positiv beeinf lusst werden: Der Kommissionsertrag konnte um 12,8 Prozent auf 41,1 Millionen Franken gesteigert werden. Die Kunden haben der BLKB im ersten Halbjahr Netto-Neugelder im Umfang von 936 Millionen Franken anvertraut. Die Kundenvermögen betragen somit insgesamt 24,2 Milliarden Franken. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft konnte gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Millionen gesteigert werden und liegt neu bei 139 Millionen Franken. Die BLKB ist solide mit Eigenkapital ausgestattet und befindet sich mit einer Gesamtkapitalquote von 19,4 Prozent in der europäischen Spitzenklasse. Der Ausblick auf das zweite Halbjahr ist verhalten positiv. Das Ausmass der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft lässt sich noch nicht vollumfänglich abschätzen. Die BLKB geht jedoch davon aus, dass die diversen Stabilisierungsmassnahmen der Regierungen greifen werden und dass es dadurch zu einer Entspannung der wirtschaftlichen Lage kommen wird. (nfz)

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