«Wir spüren grosses Interesse an Rheinfelden»

Di, 20. Jul. 2021
«So langsam spüren wir, dass die Leute wieder etwas unternehmen wollen», erklärt Stéphanie Berthoud. Foto. Archiv NFZ

Es hat im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Touristen in Rheinfelden. Dies erklärt Stéphanie Berthoud, Leiterin der Rheinfelder Tourismus-Organisation.

Valentin Zumsteg

NFZ: Frau Berthoud: Wie läuft der Tourismus in Rheinfelden derzeit?
Stéphanie Berthoud:
Der Tourismus läuft im Moment gut, wir spüren grosses Interesse an Rheinfelden und haben zahlreiche Anfragen für Führungen und Ausf lüge nach Rheinfelden, auch mit Übernachtungen. So langsam spüren wir, dass die Leute wieder etwas unternehmen wollen. Bei den Gruppen (Vereine, aber auch Firmen) war die Hemmschwelle noch gross, gerade auch zu den Zeiten der Homeoffice-Pflicht.

Im vergangenen Jahr konnten kaum Führungen durchgeführt werden. Wie sieht es jetzt aus?
Letztes Jahr konnten wir Anfangs Juni wieder Führungen anbieten. In den Monaten Juni und Juli 2020 verzeichneten wir elf Buchungen. Dieses Jahr durften wir Ende April wieder mit den Führungen starten. Bis Ende Juli werden es 35 Gruppenführungen sein. Das ist doch ein schöner, positiver Trend. Die Monate August und September sind ebenfalls gut gebucht, da werden rund 60 Gruppen unterwegs sein. Für die Monate Oktober bis Dezember sind die Anfragen noch zurückhaltend
– die Unsicherheit der Pandemie ist nach wie vor gross, niemand weiss, wie sich die Lage entwickelt. Wir haben aber sehr kulante Annullationsbedingungen – übrigens auch schon vor Corona.

Welche Führungen sind besonders gefragt?
In diesem Jahr ist die klassische Altstadtführung recht gut gebucht. Was wir auch bemerken, ist, dass die öffentlichen Führungen gut laufen. Seit letztem Jahr ergänzt die Salz-Gourmet-Tour (das Pendant zum Bier-Beizen-Bummel) das Führungsprogramm von Tourismus Rheinfelden. Letztes Jahr konnten wir diesen Rundgang aufgrund der Covid-Massnahmen nicht anbieten, nun spüren wir da auch eine zufriedenstellende Nachfrage. Auch der letzte Neuzugang in unserem Repertoire, die szenische Führung «Bienvenue à Rheinfeldenles-Bains», ist gut angelaufen und kommt bei den Gästen sehr gut an.

Noch gehen wegen Corona nicht alle ins Ausland in die Ferien. Kann Rheinfelden davon profitieren, gibt es mehr Tagestouristen?
Ja, wir haben – wie bereits im letzten Jahr – vermehrt auch Besucherinnen und Besucher aus der Westschweiz. Das ist toll und freut uns sehr.

Wenn Sie den aktuellen Sommer mit dem Corona-Sommer 2020 vergleichen, was sind die Unterschiede?
Letztes Jahr war es sehr ruhig. Die Unsicherheiten waren gross. Dank der Impfung spürt man eine grosse Erleichterung, so dass die Leute wieder gerne unterwegs sind und etwas unternehmen.

Was ist derzeit besonders gefragt?
Wir haben zurzeit viele Anfragen für Gruppenangebote. Dies beinhaltet Stadtführungen, Anfragen für die Besichtigung der Brauerei, der Salinen oder auch Schifffahrten.

Wie sieht es bei der Zahl der Übernachtungen aus?
Die Übernachtungszahlen sind zurzeit sehr gut. Das Park-Hotel am Rhein wie auch das Ambrosia-Guesthouse und das Tabakhüsli spüren eine grosse Nachfrage. Wir bekommen auch immer wieder Anfragen für unsere Pauschalangebote mit Übernachtung – das ist sehr erfreulich.

Wie stark bekam der Tourismus
Rheinfelden das schlechte Wetter und die Hochwasser-Situation zu spüren?

Das schlechte Wetter der letzten Wochen spürt man schon. Wir verkaufen zum Beispiel praktisch keine Wickelfische – kein Wunder, die Badesaison lässt auf sich warten. Leider musste auch die Schifffahrt aufgrund des Hochwassers eingestellt werden, was sich ebenfalls auf die Touristenbesuche in Rheinfelden auswirkt.

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