Nach 652 Tagen wurde wieder geschwungen

Di, 08. Jun. 2021
Der Plattwurf von Sämi Schmid bei Urban Stark sicherte ihm den elften Kranz. Fotos: Ludwig Dünner

114. Aargauer Kantonalschwingfest als erster Pilotanlass im Kanton

Seit dem ESAF in Zug fand kein Kranzschwingfest mehr statt. Die Corona-Pandemie hatte auch den Schwingsport lahmgelegt. Trotz den strengen Auflagen gelang es dem Schwingklub Lenzburg, die Bewilligung für einen Pilotanlass zu erhalten.

Ludwig Dünner

Den Startschuss in Lenzburg machten am Samstag die Nachwuchsschwinger. 201 junge Athleten traten am Morgen zum 23. Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag an. Der Schwingklub Fricktal war mit 13 Jungschwingern anwesend. In den Jahrgängen 2004-2013 wurde in fünf Kategorien geschwungen. 64 Doppelzweige wurden insgesamt erschwungen. Fünf Fricktaler Jungschwinger durften sich am Abend mit diesem begehrten Eichenlaub auszeichnen lassen. Leon Grieshaber, Tim Schreiber und Tobias Dünner mussten sich durch den ganzen Tag nie geschlagen geben. Leon und Tim gewannen drei Gänge und beendeten drei Gänge ohne Resultat. Tobias Dünner gewann vier Gänge und musste zwei Mal das Sägemehl ohne Resultat verlassen. Jannick Mahrer und Jonas Bühler konnten je vier Gänge für sich entscheiden und zweimal mussten sie sich geschlagen geben.

Aargauer Kantonalschwingfest am Sonntag
Das Aargauer Kantonalschwingfest konnte nur durchgeführt werden, da es vom Kanton Aargau als Pilotanlass bewilligt wurde. 87 Schwinger traten so am Sonntagmorgen in Lenzburg zum Wettkampf an. Unter den strengen Schutzmassnahmen konnten dem Fest ebenfalls 513 Zuschauer beiwohnen. Der Schwingklub Lenzburg bestritt das Fest mit 150 Helfern. Acht Aktivschwinger vom Schwingklub Fricktaler waren unter dem Teilnehmerfeld dabei. Für Aaron Jehle und Tobias Dünner, beide Jahrgang 2005, war es das erste Kranzschwingfest, welche sie absolvieren konnten. Die beiden Nachwuchsschwinger sammelten die ersten Eindrücke und Erfahrungen bei den Aktivschwingern. Jan Müller und Simon Müller mussten das Fest verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Mit dem kleinen Teilnehmerfeld fehlten auch die Mittelschwinger. Diese Tatsache machte die Arbeit der Einteilung nicht einfach. So wurden die beiden Nachwuchsschwinger Aaron Jehle und Tobias Dünner bereits im dritten Gang, nachdem beide einen gewonnenen Gang auf dem Notenblatt hatten, mit starken Schwingern eingeteilt. Tobias Dünner griff mit dem Eidgenossen Patrick Räbmatter und Aaron Jehle mit dem Teilverbandskranzer Christan Brand zusammen. Beide Jungspunde mussten sich jedoch in diesen Gängen gegen die erfahrenen Athleten schnell geschlagen geben. Tobias Dünner fand sich am Abend seines ersten Aktivschwingfestes mit drei gewonnenen Gängen auf dem 12 Schlussrang. Aaron Jehle konnte einen Gang für sich entscheiden, stellte drei Gänge und musste sich in zwei Gängen das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Luis Hasler, Mangold Martin und Christan Müller konnten jeweils zwei Gänge für sich entscheiden. Die restlichen Gänge endeten ohne Resultat oder mussten sich die drei Schwinger geschlagen geben.

Sämi Schmid mit Eichenlaub
Der Wittnauer Sämi Schmid konnte aus aktuellem Anlass nur von einem kleinen Teil des Schmidebuebe-Fanklubs unterstützt werden. Gestartet war Schmid mit einem gewonnenen Gang und der Maximalnote und einem verlorenen Gang. Darauf folgten zwei Siege. So musste er sich im fünften Gang dem Freiämter Eidgenossen Andreas Döbeli stellen. Sämi Schmid verlor diesen kräfteraubenden Gang. Im sechsten Gang griff er mit Urban Stark zusammen. Schmid konnte mit einem Fussstich den Gang für sich entscheiden und gewann mit der Maximalnote. Mit dem Schlusstotal von 56.75 Punkten klassierte er sich auf dem sechsten Schlussrang und durfte sich am Abend seinen elften Kranz aufsetzen lassen.

Starker Schwingerkönig
Christian Stucki konnte sein erstes Kranzfest als amtierender Schwingerkönig bestreiten. Schon beim Anschwingen mit dem heimischen Eidgenossen Nick Alpiger zeigte er, dass er in königlicher Form war und bodigte Alpiger im ersten Zug. In dieser Manier schwang der Schwingerkönig weiter und reite Kreuzchen an Kreuzchen auf seinem Notenblatt. Im Schlussgang stand der Schwingerkönig wiederum mit Alpiger im Kurzholz. Der zwölfminütige Schlussgang war geprägt von defensiver Verteidigung beider Athleten und endete gestellt. Schwingerkönig Christian Stucki heisst somit der würdige Sieger des Aargauer Kantonalen in Lenzburg.

Category: 

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses