Kanton erwirbt Land im Sisslerfeld

Fr, 14. Mai. 2021
Einzelheiten zur Grösse der Parzelle sind noch nicht bekannt. Der Regierungssprecher geht jedoch davon aus, «dass es sich um ein grösseres Stück Land handelt». Foto: Archiv NFZ

Am Dienstag informiert der Regierungsrat im Detail über den geplanten Landerwerb im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt Sisslerfeld.

Simone Rufli

Mit dem Entwicklungsleitbild (ELB) 2021- 2030 präsentierte der Regierungsrat die Absicht, durch einen strategischen Landerwerb die Entwicklung von Arealen zu fördern und damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung des Ressourcenpotenzials des Aargaus zu leisten (die NFZ berichtete). Als Pilotprojekt plant der Regierungsrat nun Land im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt Sisslerfeld zu erwerben, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.

Im Hinblick auf die angekündigte Medienkonferenz vom kommenden Dienstag in Aarau liess sich Regierungssprecher Peter Buri am Telefon zwar keine Einzelheiten zur Grösse der Landparzelle entlocken, die vom Kanton gekauft werden soll. Er verwies aber darauf, dass das Geschäft noch vom Gesamtregierungsrat verabschiedet werden müsse. «Das lässt doch vermuten, dass es sich um ein grösseres Stück Land handelt», so der Regierungssprecher gegenüber der NFZ.

Erfreut zeigte sich auf Anfrage Christian Fricker, Präsident des Planungsverbands Fricktal Regio (Repla). Er bewertet das Engagement des Kantons als sehr positiv. «Mit dem Landerwerb wird die Stellung des Kantons im Sisslerfeld gestärkt. Das gibt dem Kanton mehr Gewicht bei der Planung», so Fricker. Die staatliche Initiative werde von der Repla umso mehr geschätzt, als es vor ein paar Jahren noch ganz anders ausgesehen habe. Nach einem Sparentscheid des Grossen Rates und dem Rückzug des Kantons aus der Standortförderung im Sisslerfeld Ende 2017 war es – als Folge der eingesparten Stelle bei Aargau Services – eine Zeitlang ein bisschen zu einem Stillstand gekommen zwischen dem Kanton und den Sisslerfeld-Gemeinden. Im November 2018 hatten die Gemeinden Stein, Münchwilen, Sisseln und Eiken sowie die Repla und der Kanton dann eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Planung des Sisslerfeld unterzeichnet.

Damit eine breite politische Diskussion zum Thema «Strategischer Landerwerb Sisslerfeld» stattfinden kann, führt der Regierungsrat eine öffentliche Anhörung durch.

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