Fricktaler setzen sich für saubere Weltmeere ein

Sa, 15. Mai. 2021
Die Meere sind stark vermüllt. Ein Verein mit Fricktaler Beteiligung will helfen, das Problem zu lösen. Foto: zVg

Die Bekämpfung von Plastikmüll in den Gewässern rund um den Globus – das ist das Ziel des Vereins «Mare Nostrum». Fricktaler Rotarier engagieren sich im Vorstand. Am 5. Juni wird ein Aktionstag im Fricktal durchgeführt.

Valentin Zumsteg

Das Ausmass der Vermüllung der Weltmeere ist gigantisch. Die Umweltorganisation WWF schätzt, dass rund 86 Millionen Tonnen Abfall in den Ozeanen schwimmen. «Wenn nichts unternommen wird, hat es 2050 mehr Plastikmasse in den Meeren als Fische», erklärt Daniel Roniger aus Magden. Das hat Folgen für Mensch und Tier: «Der Plastik in den Meeren schadet den Tieren und landet über die Nahrungsketten auch wieder beim Menschen. Selbst in der Antarktis unter dem Eis wird heute Plastik gefunden.»

«Kein neuer Plastikmüll»
Auf Initiative des Rotary-Clubs Arlesheim und in Zusammenarbeit mit dem Rotary-Club Rheinfelden-Fricktal ist im vergangenen Herbst der Verein «Mare Nostrum» gegründet worden, zu dessen Vorstandsmitgliedern aus dem Fricktal neben Daniel Roniger auch Albi Wuhrmann aus Rheinfelden gehört. «Das Ziel des Vereins ist es, dass bis 2050 kein neuer Plastikmüll mehr in unserer Umwelt landet und die Belastung auf ein nachhaltiges Mass reduziert wird», schildert Roniger. Er ist sich bewusst, dass es sich um eine Herkulesaufgabe handelt. «Wir wollen das Ziel in Zusammenarbeit mit verschiedenen NGOs, Stiftungen und Organisationen erreichen.» Er verweist in diesem Zusammenhang auf das Polio-Programm von Rotary, das in den vergangenen Jahrzehnten dazu beigetragen hat, die Kinderlähmung global weitgehend auszurotten.

«Mare Nostrum» setzt auf eine mehrspurige Strategie: Der Verein will sich vernetzen, Wissen vermitteln und Projekte initiieren. «Fischer fischen Plastik aus dem Meer und verdienen damit Geld. Das gesammelte Material wird vor Ort sortiert und möglichst umfassend recycelt», schildert Roniger ein Lösungsbeispiel. Auch in anderen Ländern gibt es innerhalb der Rotary-Organisation Initiativen, welche das gleiche Ziel verfolgen. So haben sich die Nordwestschweizer beispielsweise mit der holländischen Aktions-Gruppe «End Plastic Soup» verbunden.

Es braucht viel Geld
Damit die Ziele erreicht werden können, braucht es vor allem Geld und viel Engagement. «Die Projekte sollen vor Ort mit lokalen Organisationen umgesetzt werden», sagt Roniger. Der Verein will für die Finanzierung sorgen. Neben den internationalen und nationalen Projekten gibt es auch lokale Aktionen in der Region. So ist am 5. Juni eine sogenannte «Clean Challenge» in Rheinfelden und Frick geplant. Mitglieder, Angehörige und Freunde der Rotary-Clubs Rheinfelden und Laufenburg-Fricktal werden Abfall in der Natur einsammeln und sachgemäss entsorgen. Gleichzeitig soll Geld gesammelt werden, um die Projekte von «Mare Nostrum» zu finanzieren. «Wir fangen klein an. Gemeinsam können wir viel erreichen», ist Roniger überzeugt.

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