Wölflinswiler turnen sich ins Wohnzimmer

Mi, 07. Apr. 2021
Jil Waldmeier bei ihrer Übung am Boden. Fotos: zVg

Geräteturnerninnen durften endlich wieder antreten

Seit über einem Jahr fand kein Wettkampf statt. Für die rund 40 Turnerinnen der Geräteriege Wölflinswil eine Ewigkeit. Vor rund zehn Tagen durften sie wieder turnen – online.

Um die Turndresses vor dem Staub zu bewahren, gibt es nur eine Möglichkeit: Einen vereinsinternen Anlass für die Kinder mit Online-Übertragung ins Wohnzimmer organisieren. Die Kinder schnuppern Wettkampfluft, während die Angehörigen Zuhause vor dem Bildschirm bequem zuschauen. Genauso, wie es der Bundesrat erlaubt.

Vor rund zehn Tagen war es soweit. Das lange Stillsitzen für die mit Glitzerhaarlack fixierten Flechtfrisuren, die schimmernden Vereinsturndresses und die strahlenden Kinderaugen liessen auch zu Hause im Wohnzimmer niemanden an der Wettkampfatmosphäre zweifeln. Für Gabriela Huber, Nora Müller, Julia Ehrsam, Johanna Sattler, Amelya Meier, Catalina Böller, Medea Schraner und Ronja Boss war es das erste Mal, dass die Eltern bei ihrem geliebten Hobby zuschauen konnten. Sie alle haben im vergangenen Herbst mit dem Geräteturnen begonnen und der Zutritt zur Turnhalle ist den Eltern zur Zeit nicht erlaubt. Mit grosser Nervosität und riesiger Freude konnten die jungen Turnerinnen endlich ihr Können zeigen. Trotz reduziertem Training haben sie f leissig Handstand, Rollen und Strecksprünge geübt. Besonders gut klappten die Vorführungen schon bei Medea Schraner, Zoe Hort, Nora Müller und der sechsjährigen Gabriela Huber, welche sich beim Rangverlesen auf das Podest stellen durften.

Mitten in der Aufbauphase
Helen Pfeifer, Mia Schwaller, Elena Lander und Eline Gerber haben trotz den Trainingseinschränkungen im vergangenen Halbjahr einen Kategorienwechsel gewagt. Es ist eine grosse Aufgabe, in weniger Trainings als üblich die vielen geforderten Elemente zu erlernen. Die vier Turnerinnen sind folglich noch Mitten in der Aufbauphase. Für das Bewältigen dieser Herausforderung habe alle eine Medaille verdient. Helen Pfeifer erturnte sich den Sieg.

Zwei grosse Gruppen von je zehn Mädchen marschierten in den Kategorien drei und vier in die Turnhalle ein. Sie überzeugten mit ausdrucksstarken Bodenübungen, gespannten Vorführungen am Reck sowie Saltos am Sprung und an den Schaukelringen. Die Freundinnen Giulia Huber, Lena Schwaller und Ria Döbeli lieferten sich von Beginn an ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg in der Kategorie drei. Schlussendlich machte Giulia Huber mit dem höchsten Salto den Unterschied und liess sich als Siegerin feiern. Um eine Goldmedaille reicher wurden auch die Sammlungen von Lara Haslimann, welche die Kategorie vier vor Jessica Müller und Olivia Franz gewann. In den höheren Kategorien prägten mehrmonatige Trainingspausen das vergangene und aktuelle Jahr. Erst seit Ende Februar dürfen alle wieder turnen. Nichtsdestotrotz präsentierten die Turnerinnen Flick Flacks und Saltos am Boden, Kippen am Reck, verschiedene Salto Varianten am Sprung, Rollen an den Schaukelringen und sie liefen beinahe eine Minute im Handstand. Nur das geübte Auge der Kampfrichterinnen und Leiterinnen erkannte die lange Trainingspause. Beim Rangverlesen stieg Jael Brutschi vor den punktgleichen Jara Schleiss und Sina Kaufmann auf das Podest.

Die Vorfreude auf die kantonalen Wettkämpfe im Mai ist nach dem internen Anlass umso grösser. Falls es zu einer Durchführung kommt, wären die Turnerinnen bereit. (mgt)

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