Der Uferweg ist bei allen beliebt

Di, 13. Apr. 2021

Die Nutzung des Weges ist Spaziergängern vorbehalten

Am Laufenburger Rheinuferweg gilt ein Fahr- und Reitverbot. Dass sich Velofahrer und Reiter nicht daran halten, daran stört sich ein Mann aus der Region. Er fordert mehr Kontrolle.

Susanne Hörth

Der Rheinuferweg zwischen Laufenburg und dem Ortsteil Rheinsulz ist als Naherholungsgebiet, beliebt. Nicht nur bei Fussgängern, sondern auch bei Velofahrern und Reitern. «Obwohl mit gut sichtbar platzierten Schildern auf die Fahr- und Reitverbote hingewiesen wird, sind regelmässig Velofahrer und Reiter auf dem Uferweg unterwegs», ärgert sich ein Mann aus der Gemeinde. Wenig Verständnis hat er zudem für die Leute, die hier ihre Zelte aufschlagen. Mit hier meint er das Naturschutzgebiet, welches sich auf dem Rheinsulzer Streckenabschnitt befindet. Mit Fotos unterlegt der Mann seine Aussagen. Immer wieder komme es durch die engen Verhältnisse beim Queren von Velofahrern oder Reitern mit Fussgängern zu gefährlichen Situationen. Unternehmen würde niemand etwas.

Dem widerspricht der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss. «Das Thema ist uns bekannt.» Er verweist hierbei auch auf die Anträge bezüglich Öffnung des Rheinuferweges für Fahrräder, die beim Stadtrat eingereicht wurden. Die NFZ berichtete bereits im März 2018 über den Widerstand, der sich regte, als das geltende Fahrverbot auf dem Rheinuferweg aufgehoben werden sollte. Über 100 Leute haben damals innert Kürze ein entsprechendes Begehren an den Stadtrat Laufenburg unterschrieben. Im Juni 2018 hat sich der Stadtrat aufgrund der grossen Resonanz aus der Bevölkerung für die Beibehaltung des Fahrverbotes ausgesprochen. Mit dem Zusatz, dass den Fahrradfahrern die Zufahrt bis zur Feuerstelle gestattet sei. Dafür wurde eine zusätzliche Hinweistafel angebracht.

Polizei kontrolliert regelmässig
Man müsse an die Vernunft und gegenseitige Rücksicht appellieren und nötigenfalls die Polizei verständigen, ist Herbert Weiss überzeugt. Er fügt noch an: «Ich darf aber auch feststellen, dass sich die meisten Leute korrekt und freundlich verhalten.»

Dass die Verbote am Rheinuferweg missachtet würden, darauf sei auch die Polizei Oberes Fricktal aufmerksam gemacht worden, erklärt deren Chef Werner Bertschi. Die Einhaltung der Vorschriften werde durch die ordentlichen Patrouillen kontrolliert. «Stellen wir Übertretungen fest, dann werden Bussen ausgesprochen», betont der Polizeichef.

Stadtammann Herbert Weiss spricht noch ein weiteres Ärgernis an: «Hinterlassenschaften von Vierbeinern, aber auch von Zweibeinern sind leider nicht nur auf dem Rheinuferweg ein Problem. Diese geben allgemein immer wieder Anlass zu Reklamationen.» Dass manche Hundehalter die Versäuberungen ihrer Vierbeiner achtlos liegenlassen, das nervt auch den Laufenburger, der sich über die fehlbaren Velofahrer und Reiter aufregt. Selbst Hundehalter sei für ihn das Aufnehmen und ebenso das korrekte Entsorgen von Hundekot eine selbstverständliche Pflicht.

Weshalb sich manche Leute nicht an Vorgaben beziehungsweise an Verbote halten, erklärt sich Herbert Weiss damit: «Vielleicht ist es ein Zeichen der heutigen Zeit und man muss sich die Frage stellen, ob es wirklich so viele Verbote braucht, die gar nicht alle kontrolliert werden können. Wäre es nicht vorteilhafter, wenn sich jeder anständig gegenüber der Natur und Menschheit benehmen würde. Ein gutes Nebeneinander sollte doch möglich sein.»

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Kommentare

Die meisten Velofahrer machen eh am liebsten das was verboten ist. Noch lieber fahren sie auf einer viel befahrener Hauptstrasse wo es nebenan einen gut ausgebauten Radweg hat. Frick-Hornussen. Die Bussen sollten viel höher sein für die Velofahrer. Das würde denen dann mehr weh tun.
Da spicht ein Gümmeler-Gegner. Schade, dass es immer die vergifteten Rennvelofahrer gibt, welche die guten Velowege nicht nutzen. Diese geben dann das geschildertes Bild ab, dass aber in den meisten Fällen ja nicht stimmt. Die meisten Velofahrer geniessen die ruhigen Radwege. Es ist halt wie bei den Hundebesitzern, wo die grosse Mehrheit die Sch... aufnimmt und doch ist es immer wieder ein Thema. Eben nochmals: Rücksichtanhme wäre das Gebot der Stunde, dann werden alle wieder etwas toleranter :-)
Der letzte Satz ist doch massgebend. Wenn in Davos Biker und Wanderer den gleichen Weg nutzen können, der oft noch viel schmaler ist, dann sollte es doch in Laufenburg auch gehen. Rücksichtnahme wäre angebracht. Auf dem Radweg oberhalb der Bahnlinie gibt es ja auch Spaziergängergruppen, welche die ganze Breite der Strasse benötigen.
Die Reiter des am Rheinweg liegenden Pferdehofs mussten wohl oder übel vom Juni bis Dezember 2020 auf den Uferweg ausweichen, da die Eisenbahnbrücke saniert wurde und die Unterführung in dieser Zeit für alle gesperrt war. Der Betreiber des Hofes hatte die Gemeinde darüber informiert. Und das Foto der beiden Reiter wurde offensichtlich im Herbst aufgenommen. Evt. hätte man im Vorfeld ein wenig genauer recherchieren sollen.

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