«Seit ich 15 bin, trainiere ich etwa 16 bis 18 Stunden pro Woche»

Di, 13. Apr. 2021
«Ohne Volleyball wäre ich nicht die Person, die ich heute bin. Es hat mich gelehrt was es heisst ein Team zu sein, mit Niederlagen umzugehen und Erfolge zu feiern», sagt Lisa Contorno. Fotos: zVg

Lisa Contorno unterschreibt ihren ersten Profivertrag

Die 20-jährige Nachwuchsathletin aus Laufenburg startete ihre Volleyballkarriere bei Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten. Seit letzten Sommer trainiert sie im NNV BTV Aarau Volleyball und wechselt per 1. September zum NLA Club VC Kanti Schaffhausen. Sie schliesst diesen Sommer das Sportgymnasium in Aarau ab und legt ein Zwischenjahr ein.

Susanne Hörth

NFZ: Frau Contorno, was bedeutet für Sie die Unterzeichnung des Profivertrages?
Lisa Contorno:
Es zeigt mir, dass sich harte und ehrliche Arbeit auszahlt. Und es sich lohnt, immer weiterzumachen, auch wenn man viele Niederlagen einstecken musste. Irgendeinmal kommt alles zurück.

Wie waren die Reaktionen in Ihrem Umfeld auf diesen sportlichen Aufstieg?
Vor allem meine Familie, die mich bei allem immer voll unterstützt hat, war natürlich extrem stolz und hat sich mit mir gefreut. Aber auch meine Freunde und Bekannten, die meinen Weg mitverfolgt hatten, haben sich sehr gefreut.

War eine solche Profikarriere für Sie schon immer das Ziel?
Seit ich den Wechsel in die Sportklasse gemacht habe, war das klar mein Ziel. Ich finde es auch wichtig, ein klares Ziel vor Augen zu haben, damit man einen Grund hat jeden Tag erneut in der Halle zu stehen, um dieses Ziel zu erreichen.

Seit wann spielen Sie Volleyball?
Ich spiele seit 12 Jahren Volleyball. Mit 8 Jahren habe ich angefangen.

Das ist mehr als die Hälfte Ihres jungen Lebens. Was bedeutet dieser Sport für Sie?
Anfänglich bereitete es mir reine Freude und war eine gute Abwechslung zum Alltag. Als ich jedoch mit 13 Jahren von meinem Trainer angesprochen wurde, dass ich doch mal zu einem Probetraining in die Talent School Aargau gehen sollte und angenommen wurde, packte mich dieser Sport so richtig und wurde zu meiner Leidenschaft.

Diese Leidenschaft so intensiv auszuleben, verlangt sicherlich auch Verzichte?
Ich war bereit, auf vieles zu verzichten, um mehr trainieren zu können und besser zu werden. So wechselte ich mit 15 Jahren die Schule und ging in die Sportklasse nach Buchs (AG). Seit ich 15 bin, trainiere ich etwa 16 bis 18 Stunden pro Woche.

Ohne Volleyball wäre ich nicht die Person, die ich heute bin. Es hat mich gelehrt was es heisst ein Team zu sein, mit Niederlagen umzugehen und Erfolge zu feiern. Vor allem den Ansporn zu haben, immer Neues zu lernen und jeden Tag besser zu werden.

In welchen Vereinen haben Sie bisher gespielt?
Ich habe angefangen Volleyball zu spielen bei Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten. Dort habe ich vom Minivolleyball bis und mit 1. Liga gespielt. Danach bin ich von 2016 bis 2018 zu Sm’Aesch Pfeffingen in die 1. Liga. Dann habe ich mich entschieden, den Positionswechsel von Aussenangreiferin auf Libera zu machen. Anschliessend habe ich für eine Saison zum VB Therwil in die Nationalliga B und später zum BTV Aarau Volleyball, auch Nationalliga B, gewechselt. Ich war zudem Mitglied der Talent School Aargau. Seit letztem Sommer trainiere ich im Nationalen Nachwuchs Verein BTV Aarau Volleyball unter der Leitung des ehemaligen Nationaltrainer Timo Lippuner.

Was bedeutet der Profivertrag nun für Ihr weiteres Leben?

Ich werde nach Schaff hausen in eine Spieler-WG ziehen und dort natürlich ein komplett neues Umfeld haben. Weiter schliesse ich dieses Jahr das Sportgymnasium ab und werde ein Zwischenjahr einlegen. Das heisst ich werde ein Jahr nur Volleyball spielen. Mir ist jedoch bewusst, dass man in der Schweiz nicht nur vom Volleyball leben kann, weshalb ich danach sicher auch ein Studium anfangen werde, ein Fernstudium wäre eine gute Option, um Trainings und Studium unter einem Hut zu bringen. Neben den vielen Trainings und den Spielen am Wochenende bleibt natürlich nicht viel Zeit für anderes. Aber diese Entscheidung habe ich schon mit 15 Jahren getroffen und bereue es keine Sekunde. Ich bin der Meinung, dass man für die wirklich wichtigen Dinge im Leben immer Zeit findet.

Sie erwähnen ein Studium. Wissen Sie schon in welche Richtung dieses gehen soll?
Ich habe mich noch nicht ganz festgelegt, aber es sollte sicherlich Richtung Sport gehen.

Was sind Ihre weiteren Ziele?
Mich in der Nationalliga A zu etablieren und mir einen Stammplatz zu erkämpfen. Langfristig ist mein Traumziel den Wechsel in eine ausländische Profiliga.

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