Startschuss für 100-Millionen-Investition

Di, 16. Mär. 2021
So soll das neue Gebäude aussehen. Visualisierung: zVg

DSM feierte Spatenstich für Ausbau in Kaiseraugst

In den kommenden zwei Jahren realisiert DSM an ihrem Standort in Kaiseraugst ein Innovationszentrum. Das Investitionsvolumen wird auf über 100 Millionen Franken beziffert. Am Freitag erfolgte der Spatenstich.

Valentin Zumsteg

Kleiner Rahmen, grosses Projekt: Wegen der Corona-Pandemie konnte DSM ihren Spatenstich nur mit wenigen geladenen Gästen vollziehen. Mit dabei waren am Freitag der Aargauer Regierungsrat Dieter Egli, die Kaiseraugster Gemeindepräsidentin Françoise Moser sowie Vertreter des Unternehmens. Mit dem symbolischen Akt erfolgte der Startschuss für ein Grossprojekt: Über 100 Millionen Franken wird DSM Nutritional Products an ihrem Hauptsitz in Kaiseraugst in einen neuen Campus investieren. Das bestehende Hochhaus wird umgebaut und mit einem neuen Forschungs- und Entwicklungsgebäude ergänzt.

«Zeichen des Aufbruchs und des Optimismus’»
Das sei ein klares Bekenntnis zur Schweiz und zur Region, hiess es an einer Medienorientierung, die per Videokonferenz durchgeführt wurde. «Mit dem neuen Campus wollen wir hochmoderne Arbeits- und Begegnungsplätze für all unsere Mitarbeiter schaffen. Wachstum aus Innovation ist unsere Leitlinie», sagte Christoph Goppelsroeder, CEO von DSM Nutritional Products. Das Unternehmen, das in Kaiseraugst rund 900 Leute beschäftigt, habe sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Das Innovationsbudget steige kontinuierlich. Dies nahm Regierungsrat Dieter Egli gerne zur Kenntnis: «Gerade in der heutigen Zeit ist es sehr erfreulich, eine solche Erfolgsgeschichte zu hören. Ich hoffe, dass sich der Campus gut entwickelt und eine Signalwirkung hat.»

Für die Kaiseraugster Gemeindepräsidentin Françoise Moser ist dieses Investitionsvorhaben ein Zeichen des Auf bruchs und des Optimismus’. «Das neue Innovationszentrum wird auf die ganze Region ausstrahlen. Wir als Gemeinde verstehen uns bei einem solchen Engagement als Partner», so Moser. Das neue Gebäude werde sich bestens in die Umgebung integrieren, ist Moser überzeugt. «Gut gefällt uns auch der durchdachte Umgang mit der nachhaltigen Aussenraumgestaltung.»

«Der letzte Schritt der Entflechtung»
Das Basler Architekturbüro Nissen-Wentzlaff hat den Neubau konzipiert. Die Gesamthöhe wird rund 17 Meter betragen. Es entsteht eine Bruttogeschossf läche von 20 400 Quadratmetern. «Als wir begonnen haben, das Innovationszentrum zu planen, dachten wir zuerst an einen 40 Meter hohen Neubau», schilderte Goppelsroeder. Doch davon sei man schnell wieder weggekommen, da der interdisziplinäre Austausch im neuen Gebäude von zentraler Bedeutung sei. «Kommunikation findet auf dem gleichen Stockwerk statt. Die Leute vernetzen sich horizontal viel stärker als vertikal», so Goppelsroeder.

Der Neubau ersetzt drei bestehende Gebäude, welche die DSM derzeit auf dem benachbarten Roche-Areal nutzt und an das Basler Pharma-Unternehmen zurückgeben wird (die NFZ berichtete). 2002 hatte die niederländische DSM von Roche die Vitamin-Sparte übernommen. «Das ist der letzte Schritt der Entflechtung», erklärte Goppelsroeder.

Der Start ist nun erfolgt, die Bauzeit wird rund zwei Jahre dauern. In der zweiten Hälfte 2023 soll der Campus bezogen werden können.

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