Die erste Wintersaison war ein voller Erfolg

Fr, 05. Mär. 2021
Haben viel erlebt: Franziska Stalder (links) und Katja Zeindler. Foto: Valentin Zumsteg

Erstmals blieb die Rhybar-Buvette im Rheinfelder Stadtpark im Winter offen. Das Wagnis hat sich gelohnt – auch wegen Corona. Wenn alles klappt, soll es eine zweite Wintersaison geben.

Valentin Zumsteg

Die Gastrobranche hat schwierige Monate hinter und eine ungewisse Zukunft vor sich. Doch ein Gastro-Angebot lief in den vergangenen Wochen in Rheinfelden ausgezeichnet: die Rhybar-Buvette, die an ihrem neuen Standort beim Spielplatz im alten Stadtpark die erste Wintersaison erlebte. «Es lief sehr gut. Am ersten Wochenende im November sind wir regelrecht überrannt worden. Es kamen immer auch sehr viele Leute aus Deutschland, weil dort alles zu war», erzählt Inhaberin Katja Zeindler. Teilweise bildeten sich lange Schlangen, aber die Stimmung war immer gut. Da die Kapazitäten der Buvette beschränkt sind, musste viel improvisiert werden. Der grosse Einsatz hat sich aber gelohnt.

«Angebot entspricht einem Bedürfnis»
Ursprünglich war geplant, dass die Buvette während des Rheinfelder «Adventsfunkelns» von Ende November bis am 6. Januar offen hat. Doch schon bald zeichnete sich ab, dass die Wintersaison verlängert wird. «Wir haben gemerkt, dass unser Angebot einem grossen Bedürfnis entspricht», schildert Zeindler. «Die Buvette hat sich zu einem Treffpunkt für viele Leute entwickelt», ergänzt Franziska Stalder, die zum Team gehört. Und so wurde die Saison bis am vergangenen Sonntag, 28. Februar, weitergezogen. Statt sechs Wochen waren es also rund drei Monate. «Wir haben rund doppelt soviel Personal benötigt, wie ursprünglich geplant. Aber auch da spielte uns Corona in die Karten, da viele flexibler waren als in normalen Zeiten», schildert Zeindler. Gefreut hat sie, dass sie das Geschirr im «Kronenhof» abwaschen konnten, denn in der Buvette fehlt ein Wasseranschluss. «Die Solidarität in der Rheinfelder Gastronomie funktioniert», sagt Zeindler.

Die vergangenen Monate waren intensiv und sehr abwechslungsreich: «Wir haben die Weihnachtszeit, einen Winter mit Schnee, ein bisschen Fasnacht und nun den Frühlingbeginn erlebt. Es war richtig cool», freut sich Zeindler.

Eine zweite Wintersaison?
Nach dem Ende der Saison ist diese Woche aufgeräumt worden. Danach geht es erstmal in die Ferien. Für Zeindler ist aber klar, dass diese Wintersaison kein einmaliges Ereignis bleiben soll. «Wenn wir die Bewilligung der Stadt erneut erhalten, sind wir im kommenden Winter wieder hier.» Doch zuerst wird am 1. Mai die Sommersaison in Angriff genommen – dies aber wieder am bisherigen Standort bei der Rheinpromenade des alten Stadtparks. Für die Buvette gilt dasselbe wie für den Fussball: Nach der Saison ist vor der Saison.

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Kommentare

So ein tolles Angebot! Soviel Mut und Unternehmertum tut der ganzen Region gut. Toll, dass Katja die Sache trotz Unkenrufen und Gegenwind durchgezogen hat, gerne mehr dieser Art!

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