AKB mit sehr gutem Ergebnis

Do, 25. Feb. 2021
Die Geschäftsleitung der Aargauischen Kantonalbank blickt auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurück und will an allen Standorten im Aargau festhalten. Wie Direktionspräsident Dieter Widmer (Dritter von rechts) erklärte, bringt die Integra tion der NAB in die Credit Suisse der AKB neue Kunden. Foto: zVg

Geschäftsertrag mit 409 Millionen Franken auf Rekordniveau

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) präsentiert für das Jahr 2020 erfolgreiche Zahlen. Mit einem Geschäftserfolg von 192,9 Millionen Franken erzielt sie das drittbeste operative Ergebnis ihrer Geschichte.

Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB ist mit dem abgelaufenen Jahr sehr zufrieden: «Wir haben unsere Leistungsfähigkeit bewiesen. Sämtliche Standorte blieben während dem Lockdown geöffnet, was unsere Kundinnen und Kunden sehr schätzten.» Ein weiteres Highlight war das Wachstum von 1,5 Milliarden Franken im Kundenvermögen, welches sich per Jahresende auf 30,1 Milliarden Franken beläuft. Die AKB erhöhte ihre Eigenmittel im Jahr 2020 auf total 2,5 Milliarden und den Gewinn auf 138 Millionen Franken. Der Bankrat beantragt daher eine Gewinnablieferung an den Kanton Aargau von 67,0 Millionen und eine Abgeltung von 11,1 Millionen Franken für die Staatsgarantie.

300 Millionen COVID-19-Kredite
Im turbulenten Corona-Jahr bot die AKB den Unternehmen, die aufgrund des Coronavirus unverschuldet in Liquiditätsprobleme geraten sind und über ein intaktes Geschäftsmodell verfügen, Überbrückungshilfen in Form von Amortisationssistierungen und Liquiditätsspritzen an. Im Rahmen der Covid-19-Kreditprogramme von Bund und Kanton wurden über 2100 Kredite im Umfang von rund 300 Millionen Franken gesprochen, wovon Ende Jahr 160 Millionen Franken beansprucht wurden. 4 Prozent der Gesuche wurden aufgrund mangelnder Formalitäten oder Voraussetzungen abgelehnt. Die Missbrauchs-Verdachtsfäl le kon nten dam it deutlich eingeschränkt werden. Lediglich bei einer Handvoll Fälle musste eine Meldung oder Anzeige an die Behörden erfolgen.

Im KMU-Bereich wurden die Kreditlimiten (ohne Covid-Kredite), trotz schwierigem Marktumfeld, um netto über 100 Millionen Franken ausgebaut. Überschussliquidität, Negativzinsen und eine reduzierte Investitionsneigung führten zu vielen Kreditrückzahlungen. Dies zeigt sich auch am ungebremsten Anstieg der KMU- und Firmen-Guthaben um 788 Millionen Franken (+25,7%). Planmässig stiegen auch die Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum (Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen) um 2,9 Prozent oder 308 Millionen Franken. Wie die AKB festhält, konnte sie damit ihre führende Position in der Vergabe von Hypotheken an Privatpersonen in ihrem Marktgebiet weiter festigen.

Wie bei den KMU stiegen auch bei Privaten die Kundeneinlagen an. Dieser Effekt zeigt sich in Zeiten des Lockdowns stärker und ist ein Hinweis auf reduzierten Konsum. Gleichzeitig stieg der Anlagebedarf an. Mit 765 Millionen Franken netto Neuinvestitionen in Wertschriftenanlagen und mit weiteren 200 Millionen Wertzuwachs erhöhten sich die Depotbestände auf 14,2 Milliarden (+7,2%). Mittlerweile betragen diese Vermögen 52 Prozent der Depotbestände. Ohne die Corporate Assets übersteigen die Kundenvermögen erstmals die Marke von 30 Milliarden Franken. Die Ertragsentwicklung bei der AKB ist weiterhin sehr positiv. Mit dem rekordhohen Geschäftsertrag von 408,7 Millionen Franken wurde erstmalig die Schwelle von 400 Millionen überschritten. Die Wertberichtigungen und Verluste auf Krediten belaufen sich im Berichtsjahr, auf netto 1,1 Millionen Franken. Dazu Direktionspräsident Dieter Widmer: «Gegen Ende des Berichtsjahres mussten wir vermehrt Wertberichtigungen vornehmen für KMU und Firmenkunden, die von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind. Insgesamt sind wir aber positiv überrascht, wie wenig sich die bisherigen Ereignisse auf unser Kreditportfolio ausgewirkt haben.» Der Geschäftserfolg, welcher den Erfolg aus der operativen Geschäftstätigkeit abbildet, beläuft sich auf ausgezeichnete 192,9 Millionen Franken und liegt somit 10,6 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode 2019. Die AKB verzeichnet damit den dritthöchsten Geschäftserfolg in ihrer lang jährigen Geschichte.

Höhere Risikovorsorge
Die aufgrund der Pandemie unsichere konjunkturelle Lage veranlasst die Bank, die Risikovorsorge durch Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken zusätzlich zu erhöhen. Die Zuweisung beträgt 46,7 Millionen Franken (+72,3%) und führt zu einem reduzierten Jahresgewinn von 138,2 Millionen. Die AKB hat sich für die nächsten Jahre zum Ziel gesetzt, die nachhaltigste Bank im Kanton Aargau zu werden. Die Lancierung der Green Hypothek und dem Green Bond stellte im Jahre 2020 einen Anfang dar. Die AKB blickt zuversichtlich ins neue Geschäftsjahr 2021, erwartet jedoch ein tieferes operatives Ergebnis. (WH)

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