«Eine Kampfkandidatur wäre nicht in Frage gekommen»

Do, 11. Feb. 2021
Die vier bisherigen Gemeinderäte von Gipf-Oberfrick, Roger Merkle (von links), Georg Schmid, Jos Bovens und Verena Buol Lüscher stellen sich am 26. September zur Wiederwahl. Fotos: zVg

Verena Buol kandidiert fürs Gipf-Oberfricker Ammann-Amt

In Gipf-Oberfrick treten im Herbst vier bisherige Gemeinderäte zur Wiederwahl an, darunter auch Vizeammann Georg Schmid. Als Ammann will Schmid jedoch nicht kandidieren.

Simone Rufli

In Gipf-Oberfrick stellen sich am 26. September alle bisherigen Gemeinderäte zur Wiederwahl – mit Ausnahme von Gemeindeammann Regine Leutwyler, die ihren Rücktritt nach 20 Jahren Gemeinderatstätigkeit bereits im letzten Jahr bekannt gegeben hat. Als Nachfolgerin für die Führungsfunktion bewirbt sich Verena Buol Lüscher. Ihre Kandidatur wird von allen Gemeinderatskollegen unterstützt. Der Rückhalt und die gute Teamarbeit seien es denn auch, die sie zur Kandidatur bewogen hätten. Ohne die Unterstützung durch Georg Schmid, Jos Bovens und Roger Merkle würde sie nicht für die Ammanntätigkeit kandidieren, betonte Buol Lüscher im Gespräch mit der NFZ und sie hält fest: «Eine Kampfkandidatur wäre für mich nicht in Frage gekommen.»

Buol Lüscher wurde im September 2017 in den Gemeinderat gewählt und ist von der Amtszeit her das jüngste Gipf-Oberfricker Gemeinderatsmitglied. Dass ihr Vizeammann Georg Schmid nun bei der Wahl um die Nachfolge von Regine Leutwyler den Vortritt lasse, sei ein wohl überlegter Entscheid und hänge damit zusammen, dass Schmid als junger Familienvater mit einem 100-Prozent-Arbeitspensum nicht genug Zeit für diese Führungsrolle aufbringen könne. Schmid will sich stattdessen weiter auf seine Gemeinderats- und Vizeammanntätigkeit konzentrieren.

Buol Lüscher gehört der SP an. «Im Tagesgeschäft ist die Parteizugehörigkeit nicht so entscheidend. Aber natürlich fliessen meine Werte, wie Nachhaltigkeit und soziale Aspekte, in meine Arbeit mit ein», so Buol, die vor einigen Jahren bereits der Schulpflege vorstand. Ob sie das Ressort Schule und Bildung behalten wird, ist fraglich. Buol Lüscher: «Mit der Abschaffung der Schulpflegen per 1. Januar 2022 muss der Bereich Schulen durch die Gemeinderäte ohnehin neu organisiert werden. Gut möglich, dass sich diese neuen und anforderungsreicheren Aufgaben im Schulbereich nicht mit der Tätigkeit als Gemeindeammann vereinbaren lassen.»

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