Rheinfelden stehen spannende Wahlen bevor

Do, 07. Jan. 2021
Vier Bisherige treten nochmals an: Franco Mazzi (von links), Walter Jucker, Susanna Schlittler und Dominik Burkhardt. Die SP wird ebenfalls mit mindestens einer Kandidatur dabei sein. Fotos: zVg

Schon am 13. Juni wird in Rheinfelden der erste Wahlgang der Stadtratswahlen durchgeführt. Vier der fünf bisherigen Stadträte treten nochmals an. Die SP, die derzeit keinen Sitz hat, will mit mindestens einer Kandidatur ins Rennen steigen.

Valentin Zumsteg

Nach den Nationalund Ständeratswahlen 2019 sowie den Grossratswahlen 2020 stehen im neuen Jahr die Gemeinderatswahlen auf dem Programm. In allen Fricktaler Gemeinden müssen die Exekutiven neu bestellt werden. Besonders früh ist traditionsgemäss Rheinfelden dran, dort wird der erste Wahlgang für den Stadtrat bereits am 13. Juni durchgeführt. In den meisten anderen Fricktaler Gemeinden wird hingegen erst nach den Sommerferien gewählt. Rheinfelden ist so früh an der Reihe, weil hier zuerst die Stadträte und erst in einem zweiten Schritt der Ammann und der Vizeammann gewählt werden.

Hans Gloor verzichtet
Deswegen interessiert schon jetzt die Frage, wer von den Bisherigen nochmals antritt und wer auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Bereits im vergangenen Sommer hat Stadtammann Franco Mazzi (FDP) bekannt gegeben, dass er sich nochmals zur Verfügung stellen will. Dies gilt immer noch, wie der 61-Jährige kürzlich gegenüber der NFZ bestätigte. Mazzi gehört dem Stadtrat seit 2003 an, seit 2006 ist er Stadtammann. Auch Vizeammann Walter Jucker (SVP) hat bereits im vergangenen November angekündigt, dass er nochmals kandidieren wird. «Das Feuer der Politik lodert noch in mir», sagte der 66-Jährige anlässlich einer Parteiversammlung. Jucker ist seit 2014 Stadtrat und seit 2018 Vizeammann.

Klar ist ebenfalls, dass sich Susanna Schlittler (FDP) nochmals zur Wahl stellt. «Die Arbeit im Stadtrat macht mir grosse Freude», sagt die 61-Jährige, die vor vier Jahren in den Stadtrat gewählt wurde. Schlittler ist derzeit die einzige Frau in der Exekutive, sie würde sich über eine weibliche Verstärkung freuen. Dominik Burkhardt (GLP) ist ebenfalls vor vier Jahren neu in den Stadtrat gewählt worden, auch er will nochmals kandidieren. «Ja, ich trete nochmals an. Die Arbeit macht Freude; man kann etwas bewirken im Stadtrat», sagt der 44-Jährige.

Nicht mehr kandidieren wird hingegen Hans Gloor (parteilos), der dem Stadtrat seit 2010 angehört und für das Ressort Planung und Bau verantwortlich ist. «Die laufende Amtsperiode ist meine letzte. Ich werde dann zwölf Jahre dem Stadtrat angehört haben. Ich glaube, das ist ein guter Beitrag, den ich leisten durfte», erklärt der 71-Jährige. Die Arbeit mache ihm immer noch grosse Freude, doch vom Alter her und wegen der Gesundheit möchte er kürzertreten.

SP will mindestens einen Sitz, CVP und Grüne treten nicht an
Derzeit nicht im Stadtrat vertreten sind die SP, die CVP und die Grünen. Die SP, die seit vier Jahren keinen Sitz mehr hat, wird sicher mit einer oder mehreren Kandidaturen antreten, dies erklärt Parteipräsidentin Claudia Rohrer auf Anfrage der NFZ. «Wir erheben Anspruch auf mindestens einen Sitz», betont Rohrer. Die Nominationsveranstaltung der SP sei für Februar geplant. Ob sie selbst kandidieren wird, dazu will sich Claudia Rohrer derzeit noch nicht äussern. Es wäre aber keine Überraschung.

Die CVP wird hingegen kaum mit einer Kandidatur in den Ring steigen. «Eher nicht. Wir haben im Moment keine Kandidatin und keinen Kandidaten. Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, den Vorstand wieder auf Vordermann zu bringen», erklärt Rainer H. Porschien vom CVP-Vorstand. Die Partei werde aber eventuell andere Kandidaturen unterstützen, so Porschien. Ähnlich tönt es von den Grünen, der jüngsten Rheinfelder Ortspartei: «Unsere Mitglieder sind alle sehr in der Berufs-, Familien und in der Freiwilligenarbeit engagiert und kandidieren deshalb nicht für den Stadtrat. In vier Jahren, wenn sich die Grünen weiter etabliert haben, wäre dies durchaus eine Option», erklärt Parteipräsidentin Kathrin Frey. Die Partei will aber Kandidatinnen und Kandidaten unterstützen, «die eine ökologische, soziale und partizipative Ausrichtung der Stadt anstreben». So oder so: Die Wahlen versprechen spannend zu werden.

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