Qualvoller Tod für gleich mehrere Rehe

Do, 07. Jan. 2021
Vier Rehrisse immer im gleichen Gebiet. Karte: zVg

Die «Täter» waren wahrscheinlich wildernde Hunde

Die Jagdgesellschaft Gipf-Oberfrick bittet die Bevölkerung Beobachtungen im Zusammenhang mit streunenden und jagenden Hunden zu melden. Grund für den Aufruf sind gleich vier Rehrisse im Gebiet Thiersteinberg.

Susanne Hörth

Vier Rehrisse innert weniger Monate in immer wieder demselben Gebiet: Alex Rüfenacht, Jagdaufseher in Gipf-Oberfrick, kann es nicht verstehen. Die Häufung der durch einen oder mehrere Hunde gerissenen Rehe ist für ihn nicht nachvollziehbar. Niemand hat etwas gesehen, niemand hat Meldung von freilaufenden, jagenden Hunden gemacht. Und dennoch sind in dem viel bewanderten Gebiet Thiersteinberg und immer in der Nähe des Gipf-Oberfricker Chriesiweges mehrere Rehe zu Tode gebissen worden. Hundehalter Alex Rüfenacht weiss, dass Hunde, welche die Witterung eines Rehes aufnehmen, nur schwer zurückzuhalten sind. Sind sie zudem nicht angeleint, wird die Jagd auf die scheuen Wildtiere aufgenommen. Erwischt ein Hund seine Beute, so steht dieser eine qualvoller Tod bevor. Der Jagdaufseher zeigt ein Foto, auf welchem über eine grosse Wiesenf läche die Kampfspuren zu sehen sind. Hunde sollten an der Leine geführt werden, empfiehlt Rüfenacht. Die Möglichkeit, dass ein Luchs die Rehe gerissen hat, verneint er. Ein Luchs würde seine Beute verstecken und sie als Nahrung immer wieder aufsuchen.

Als sehr unschön und etwas, das eigentlich nicht vorkommen sollte, bezeichnet der Gipf-Oberfricker Gemeindeschreiber Urs Treier die Vorfälle. Er hatte zwischen Weihnachten und Neujahr Kontakt mit Alex Rüfenacht. Schon vor einigen Jahren musste sich Gipf-Oberfrick, vielmehr die Jagdgesellschaft mit wildernden Hunden auseinandersetzen. «Die Gemeinde war nie direkt involviert, dies läuft ja dann direkt über die Polizei», erklärt Treier. Die Jagdgesellschaft habe die Möglichkeit, Strafanzeige gegen unbekannt zu erstatten. Solche Anzeigen seien aber meistens nicht sehr erfolgsversprechend. Die Gemeinde Gipf-Oberfrick wird in den offiziellen Gemeindenachrichten auf die Sorgfaltspflicht der Hundehalter hinweisen. Auch darum bitten, dass streunende oder jagende Hunde gemeldet werden sollen. Darum bieten auch Alex Rüfenacht und seine Kollegen von der Jagdgesellschaft.

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