Kein Neujahrsempfang, aber Ansprachen

Fr, 08. Jan. 2021
Ansprachen vor historischem Hintergrund: Stadtammann Franco Mazzi (links) und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt im Rheinfelder Rathaussaal. Foto: zVg

Die Oberhäupter der beiden Rheinfelden wenden sich virtuell an die Bevölkerung

Wegen der Corona-Pandemie kann der grenzüberschreitende Rheinfelder Neujahrsempfang nicht durchgeführt werden. Stadtammann Franco Mazzi und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt haben deswegen ihre Ansprachen aufzeichnen lassen.

Valentin Zumsteg

Heute Abend hätte er stattgefunden, der grenzüberschreitende Neujahrsempfang der beiden Rheinfelden. Rund 500 Gäste wären im Bürgersaal von Badisch Rheinfelden erwartet worden. Nach der Begrüssung und dem musikalischen Auftakt hätten die beiden Stadtoberhäupter auf launige Art ihre Ansprachen gehalten; auf das alte Jahr zurück- und das neue Jahr vorausgeblickt. Den Abschluss – und für viele den Höhepunkt – hätte danach der Stehapéro gebildet.

«Die Verwaltung funktionierte»
Doch eben, das alles ist im Konjunktiv. Denn wegen Corona gibt es in diesem Jahr keinen Neujahrsempfang – weder hüben noch drüben. Doch zumindest auf die Reden müssen die Rheinfelderinnen und Rheinfelder nicht verzichten, wenn sie nicht wollen. Stadtammann Franco Mazzi und Klaus Eberhardt wenden sich in einer Videobotschaft, die im Schweizer Rathaussaal aufgezeichnet worden ist, an die Bevölkerung der beiden Städte.

«Die Ansprache ist der Versuch, den üblichen Neujahrsempfang, der dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie leider nicht durchgeführt werden kann, einigermassen zu ersetzen», erklärt Franco Mazzi. «Wer hätte je daran gedacht, dass ein winziges Virus mit grösster Heftigkeit praktisch auf der ganzen Welt unseren damaligen Lebensstil derart hat auf den Kopf stellen können», so Mazzi. Das Jahr sei geprägt gewesen durch Absagen, Grenzschliessung, Einschränkungen, Lockdown, Fernunterricht an den Schulen und Homeoffice. «Die Gemeindeverwaltung funktionierte aber jederzeit», betont der Stadtammann. Dies dank Teamsplitting, Homeoffice, Maskenpflicht und Plexiglasscheiben.

Leichtes Bevölkerungswachstum
Die Stadt verzeichnete gemäss Mazzi im vergangenen Jahr ein kleines Bevölkerungswachstum von 0,1 Prozent; neu zählt Rheinfelden somit rund 13 500 Einwohnerinnen und Einwohner. Für einen Schub sorgen könnten in diesem Zusammenhang die 155 neuen Wohnungen auf dem Areal des ehemaligen Furnierwerks sowie die zweite Etappe der Überbauung Salmenpark mit 130 Wohnungen.

Die Stadt konnte im vergangenen Jahr zwei wichtige Strassenbauprojekte umsetzen: zum einen der Ausbau und die Sanierung des Knotens Baslerstrasse/Augartenstrasse mit Ampelsystem, zum anderen die Sanierung der Riburgerstrasse, die weit fortgeschritten ist.

Jahresmotto: «Rheinfelden, Natur + Energie»
Im neuen Jahr sieht die Stadt Investitionen von rund 20 Millionen Franken vor; die grösste Position wird hier die neue Dreifach-Turnhalle im Engerfeld sein. Aber auch verschiedene Planungen werden die Verantwortlichen auf Trab halten: Wie soll es weitergehen mit den Rheinfelder Landf lächen beim Entwicklungsund Wohnschwerpunkt Bahnhof Möhlin? Wie präsentiert sich die Umgestaltung des Bahnhofareals zum modernen Mobilitätshub? Wie soll das Parkhaus Schiffacker konzipiert werden? Das sind drei Fragen, welche Rheinfelden beschäftigen werden. «Ebenfalls von grosser Bedeutung wird sein, welchen Standort der Regierungsrat für das Gymnasium Fricktal vorschlagen wird. Wir hoffen, dass unser neues Projekt Engerfeld gut abschneidet», so Franco Mazzi.

Er gibt im Video auch das Jahresmotto der Stadt bekannt: «Rheinfelden, Natur + Energie». Abschliessend meint Mazzi: «Das Jahr 2021 wird uns schwer beschäftigt halten. Wir hoffen, dass es den vereinigten Kräften von Wissenschaft, Gesundheitsunternehmungen und Behörden gelingen wird, die Corona-Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen und wieder Sicherheit und Gesundheit zu etablieren.»

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt weist in seiner Rede daraufhin, dass es in Badisch Rheinfelden erforderlich ist, «die finanzielle Schieflage der Stadt mit entschlossenen Konzepten anzugehen.» Es soll aber auch investiert werden, zum Beispiel in die Schulen, ein neues Feuerwehrzentralgebäude sowie in die Vorbereitung neuer Wohnstandorte.

Die Ansprachen können ab heute Freitag auf der Webseite der Stadt Rheinfelden angeschaut werden. Den Apéro vor dem Bildschirm müssen sich die Zuschauer allerdings selbst organisieren.

www.rheinfelden.ch

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